Antifaschismus und Antirassismus

Demonstration gegen den FPÖ-Akademikerball und die Regierung der Reichen

 

Wir wollen aus dem 20. Bezirk zur Großdemonstration gegen den Akademikerball gehen. Denn hier wohnen die Menschen, die mit der rassistischen, sexistsichen und neoliberalen Politik der Regierung tagtäglich konfrontiert werden. Und wir wollen die Demonstration gegen den Akademikerball nutzen, um Menschen in Schulen, Betrieben und Nachbarschaften gegen die drohenden Angriffe der schwarz-blauen Regierung zu organisieren.

Gemeinsam demonstrieren wir zum Treffpunkt der Großdemo um 17:00 beim Schottentor

Gegen den Ball der rechtsextremen Eliten…

Wie jedes Jahr wollen auch in diesem Januar wieder rechtsextreme Burschenschafter in der Hofburg ihr rechtes, als Ball getarntes, Vernetzungstreffen organisieren. Aber in diesem Jahr sitzen dieselben Rechtsextremen, die in der Hofburg tanzen, auch in der Regierung und in den Ministerien. Dort setzen sie Politik gegen ArbeiterInnen, MigrantInnen, Jugendliche und Frauen um.

… und die Regierung der Reichen

Die Schwarz-Blaue Koalition, plant einen Generalangriff auf unsere Rechte. Ihre Politik bedeutet 12-Stunden-Tag, 60-Stunden-Woche, Elitenbildung, Kürzungen im Gesundheits- und Sozialbereich, Abschiebungen in Kriegsgebiete und Angriffe auf Frauenrechte - und das alles nur, um die Profite von Banken und Konzernen zu sichern.

Da hilft nur Widerstand!

Um das zu verhindern; müssen wir Widerstand aufbauen. In dem wir uns gegen jeden Angriff der FPÖVP-Regierung wehren und uns an Arbeitsplatz, Schulen, Universitäten und Nachbarschaften organisieren. Aber wir müssen den Widerstand auch auf die nächste Stufe heben: Nur wenn wir auch vor Besetzungen und Streiks nicht zurückschrecken, können wir Schwarz-Blau in die Knie zwingen.

 

FPÖ: Immer noch gefährlich!

Die FPÖ ist längst im Establishment eingebunden und dieses übernimmt FPÖ-Politik.
Stefan Gredler

Auch wenn die FPÖ nicht das Ergebnis bekommen hat, das von Umfragen noch vor einem Jahr vorhergesagt wurde (nämlich Platz 1) - die Gefahr, die von ihr ausgeht, ist nicht vom Tisch. Im Gegenteil, rassistische Politik, die uns gegeneinander ausspielt und auf uns herunter tritt, ist von ALLEN anderen Parteien, teilweise im FPÖ-Stil, betrieben worden. Asylverschärfungen, Kürzungen bei der Mindestsicherung, steigende Mieten… Sozialabbau auf der einen Seite, Zuckerl für die Reichen auf der anderen. Ob Kurz, Kern, Strolz, Lunacek oder Pilz: sie können die FPÖ nicht entzaubern, weil sie schon längst die Forderungen von und mit der FPÖ umsetzen. Egal, welche Farbkombination die neue Regierung nun haben wird – sie wird Angriffe gegen Jugendliche, ArbeiterInnen, Arbeitslose und v.a. Frauen und MigrantInnen weiter und offensiver führen. Egal, ob in der Regierung oder von der Oppositionsbank: Die kommende Zeit wird immer deutlicher zeigen, dass die FPÖ keine „soziale“ Partei, sondern eine der Banken und Konzerne ist. Wenn wir ihre Politik stoppen wollen, dann brauchen wir eine echte Alternative, eine sozialistische Partei für ArbeiterInnen und Jugendliche, die kämpferisch mit der Mehrheit in der Bevölkerung für ihre Interessen eintritt!

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Die ÖVP und der Rechtsextremismus

Christian Bunke

ÖVP-Spitzenkandidat Kurz wahlkämpft nach rechts: So fordert er „eine Obergrenze für Flüchtlinge von null“ und droht einkommensschwachen Eltern mit der Streichung der Mindestsicherung für ihre Kinder.

Wie der Spitzenkandidat so die Partei. Der ÖVP-Bauernbund organisierte ein Erntedankfest im Wiener Augarten als Kurz-Wahlkampfevent für 10.000 BesucherInnen. Teile des Augartens wurden lange vor der Veranstaltung für die Öffentlichkeit gesperrt, um die Bühne aufzubauen. Dabei verschwand auch der Schriftzug „Never Again“ vom Flakturm. Dieses Graffiti sollte an die Schrecken des 2. Weltkriegs erinnern, der ÖVP passte das nicht.

Im niederösterreichischen Haus der Geschichte hängt ein Portrait des austrofaschistischen Diktators Engelbert Dollfuß, eine Dauerleihgabe des ÖVP-Parlamentsklubs. Die ÖVP hängt sehr an Dollfuß. Die Partei hält ihn nämlich für den Verhinderer einer „radikalen kommunistischen Diktatur nach sowjetischem Vorbild“.

Kurz ist Präsident der politischen Akademie der ÖVP. Bernhard Löhri, Ex-Direktor der selben Einrichtung, warf Kurz in einem Kommentar für „Die Presse“ eine Rechtsverschiebung der Akademie und „Verkürzung auf ein reaktionär-konservatives Weltverständnis“ vor. Löhris Artikel war eine Reaktion auf antisemitische, sexistische und behindertenfeindliche Postings durch ÖVP-Funktionäre an der Uni Wien. Unter anderem wurden Fotos von Aschehaufen mit der Unterschrift „Nacktfotos von Anne Frank“ gepostet.

Die ÖVP mag keine rechtsextreme Partei sein, doch haben Rechtsextreme durchaus Platz in ihr.

 

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Solidarität gegen Rassismus und Kürzungspolitik in Salzburg!

Am 3.10. trafen sich rund 50 AntifaschistInnen am Salzburger Kapitelplatz, um gegen die Wahlkampfveranstaltung der FPÖ zu protestieren. Organisiert wurde die Kundgebung ausschließlich von der SLP, was die Bedeutung unserer Arbeit gegen rechts widerspiegelte. Uns gelang es dadurch, den arbeiterInnenfeindlichen Charakter der FPÖ herauszustreichen. "Wenn die FPÖ in einer Regierung ist, dann agiert sie als Feind all jener, die sich höhere Löhne und eine Verbesserung der sozialen Lage erhoffen. Dagegen gilt es umgehend gemeinsamen Widerstand - unabhängig von Hautfarbe, Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, oder Religion - aufzubauen" betonte Kundgebungsleiter Lukas Kastner. Für unsere Rolle bei der Organisation bedankten sich gleich mehrere TeilnehmerInnen persönlich. Das gibt Kraft für kommende Aktionen.

 

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Linke Alternative gegen die FPÖ!

Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ ist wahrscheinlich und dagegen braucht es eine linke Kraft!
Celina

Die Nationalratswahlen stehen vor der Tür und die FPÖ versucht mit einem neuen Auftreten neue Schichten anzusprechen. Bisher hat die FPÖ versucht, durch ein „Anti-Establishment-Image“ WählerInnenstimmen zu ergattern und bediente sich dabei einer rechtspopulistischen Rhetorik. Zu Beginn des Wahlkampfes hat sich die FPÖ allerdings eher ruhig verhalten, um ihre Freunde in der Wirtschaft zufrieden zu stellen. Trotz ihrer anfänglichen Zurückhaltung bei rassistischer Hetze, ist ihre Politik nach wie vor eine Gefahr. Eine Regierungsbeteiligung der FPÖ ist durchaus wahrscheinlich. Ihre rassistische Politik ist Spaltungsmittel, das von der Tatsache ablenken soll, dass sie alles andere als Politik für die kleinen Leute machen. Ein neuester Beweis dafür ist ihr neues, neoliberales Wirtschaftsprogramm. Statt Einsparungen bei Flüchtlingen und im Sozialbereich braucht es eine starke linke Kraft, die sich gegen die Vorhaben von Strache & Co. richtet und sich wirklich für ArbeiterInnenrechte einsetzt. Deshalb wird die SLP am 16. September in Wels (OÖ) eine Protestaktion gegen die FPÖ und ihre Politik abhalten, wenn die FPÖ dort ihren Wahlkampfauftakt veranstaltet. Hilf uns, dass der Protest ein lauter wird: Deshalb vorbeikommen und aktiv werden!

 

 

 

Heldin des Monats: Heather Heyer

Am 12.8. demonstrierte die junge Sozialistin gemeinsam mit anderen AntifaschistInnen gegen den faschistischen Aufmarsch von Ku-Klux-Klan & Co in Charlottesville, USA. Ein Faschist fuhr mit seinem Auto in die Demo und tötete Heather. Wir werden ihren Kampf gegen Faschismus und für Sozialismus fortsetzen.

 

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der rechte Rand: Rechte Kleinlisten

Tilman M. Ruster

 

Da ist der erste FPÖ-Kanzler in Reichweite und die rechtsextreme Szene ist trotzdem gespalten. Doch die Stärke der FPÖ ist auch Grund dafür: Strache präsentiert sich Banken & Konzernen regierungsfähig. Das hat z.B. seine Anti-EU Linie aufgeweicht. Gelegenheit für die Liste Schnell, die FPÖ-Abspaltung aus Salzburg, sich als Ersatz zu präsentieren: Er fordert zentral den EU-Austritt. Er präsentiert sich und seinen Zugewinn vom ganz rechten Rand der FPÖ, Rosenkranz, als die wahren Freiheitlichen, die nicht nur aufs Regieren aus wären.

EU-Austritt ist auch das wichtigste Thema für die „EU-Austrittspartei“ und die „Freie Heimatliche Bewegung (FHB)“, beides Listen mit FPÖ-Vergangenheit. Trotzdem werden beide deutlicher rassistisch: Wo die FHB „nur“ einen Einwanderungsstopp fordert, will EUAUS die willkürliche Zahl von „100.000 Illegalen“ abschieben. Beide Parteien waren Teil der rechtsextremen Pegida-Proteste.

Spätestens bei der fundamentalistischen „Christlichen Partei Österreich (CPÖ)“ und der selbsternannten „Obdachlosenpartei“ wird es richtig schräg. Der ewige Spitzenkandidat der CPÖ, Gehring, behauptete im Präsidentschaftswahlkampf 2010, uns allen seien Überwachungs-Chips unter die Haut gepflanzt worden. Hinter der angeblichen „Obdachlosenpartei“ steckt der selbsternannte Freimaurer-Templer-Pastor Peitl, der seit seinem Ausschluss aus der FPÖ bei einer Reihe rechtsextremer Kleinparteien auftaucht. Warum er zu Wahlen antritt ist fraglich, schließlich ist sein Bruder selbsternannter Kaiser von Österreich-Ungarn… 

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Protest gegen die FPÖ in Vöcklabruck

Manuel Schwaiger

Am 7.10. protestierten rund 30 AntifaschistInnen in Vöcklabruck gegen das Wahlkampf-Bierzelt der FPÖ. Die Kundgebung wurde organisiert vom Bündnis Vöcklabruck gegen Rechts, an dem sich die SLP seit seiner Gründung stark beteiligt.

Während Strache und Hofer ihre sexistische, rassistische und homophobe Hetze verbreiteten, machten die KundgebungsteilnehmerInnen mit Slogans wie „Was bedeutet Schwarz und Blau – Rassismus und Sozialabbau“ und „Wir wollen Bildung und Arbeitsplätze – statt Rassismus und rechter Hetze“ klar, dass sie der FPÖ ihre heuchlerische Selbstdarstellung als „soziale“ Heimatpartei nicht abkaufen.

Jetzt ist es vor allem wichtig, den Widerstand gegen die kommende Regierung vorzubereiten. Denn eine blaue Regierungsbeteiligung ist sehr wahrscheinlich. Das bedeutet Angriffe auf uns alle – auf ArbeitnehmerInnenrechte, auf den Bildungsbereich, das Gesundheits- und Sozialsystem, auf Frauen, Flüchtlinge und LGBTQI-Personen.

 

Wels: wütender Protest gegen den bundesweiten Wahlkampfauftakt der FPÖ.

In eine mehrwöchigen Kampagne mobilisierten AktivistInnen der SLP in Oberösterreich gegen die rassistische, sexistische, homophobe und elitäre Politik der FPÖ
Manuel Schwaiger

Über ca. 30 AktivistInnen demonstrierten am 16.9., auf einer von der Sozialistischen LinksPartei organisierten Kundgebung, gegen den bundesweiten Wahlkampfauftakt der FPÖ in Wels. Schon in den Wochen zuvor organisierten wir mehrere Kundgebungen in Wels und Linz, verteilten hunderte Flyer und diskutierten mit Menschen in Jugendzentren und Lokalen.

Kampagne gegen rechte Gewalt, Homophobie und Sozialabbau

In Linz organisierten wir unter anderem eine Kundgebung gegen rechte Gewalt, nach dem im August Schüsse aus einer scharfen Waffe auf eine Flüchtlingsunterkunft abgegeben wurden. Aber auch eine Kundgebung inklusive Dosenschießen gegen Homophobie, um auf den homophoben Charakter der FPÖ und anderer Parteien und Organisationen aufmerksam zu machen. Außerdem haben wir unseren Protest und die Kampagne genutzt um internationale Solidarität für Ali Ferus zu organisieren, ein russischer LGTBQ und Gewerkschaftsaktivist der von Repression durch das Putin-Regime betroffen ist.

Bei allen Aktionen haben wir immer betont, dass rassistische, sexistische und homophobe Spaltung nur dazu dient uns zu spalten und von einem gemeinsamen Kampf gegen das System der Reichen abzulenken.

Vor allem in Wels haben wir den Schwerpunkt unserer Aktionen darauf gelegt die elitären und unsozialen Politik der FPÖ anzugreifen, die nur den Interessen von Banken, Bonzen und Konzernen dient. Dabei fiel vor allem eins auf: Die massive Polarisierung in der Welser Bevölkerung. Deutlich offener und öfter als in anderen Städten zeigten die KollegInnen, die wir auf der Straße ansprachen, Zuspruch oder Ablehnung gegenüber unserem Protest gegen die FPÖ und unseren politischen Ideen. Kein Wunder, ist Wels doch die Stadt mit der österreichweit niedrigsten Lebensqualität.

Wels als Beispiel für unsoziale FPÖ Politik

Dass dort der Wahlkampfauftakt der FPÖ stattfand, war ebenso wenig ein Zufall. Jahrzehntelang war Wels fest in der Hand der SPÖ. Doch wie überall in Österreich verlor die ehemalige ArbeiterInnenpartei mit ihrem ständigen Rechtsruck und ihrer Anpassung an das System der Reichen mehr und mehr an Unterstützung. Durch den Mangel einer echten Alternative profitierte die FPÖ. Sie stellt nun seit einem Jahr mit Andreas Rabl den Bürgermeister. Doch mit der blauen Eroberung der Stadt hat sich nichts verbessert, im Gegenteil. Förderungen für mobile Altenhilfe und Wohnungskosten für Jugendliche, Familien und Alleinerziehende wurden ebenso eingespart wie Gelder für Kindergärten, Hilfe in belastenden Familiensituationen, Frauenschutzzentren, Umweltschutzmaßnahmen und Vielem mehr. Mit dem Wahlkampfauftakt wollte die FPÖ-Führung, die sich momentan „regierungsfit“ gibt, ihre Politik in Wels als Erfolgsstory darstellen.

Das ließ die SLP schon während der Mobilisierungskampagne nicht so stehen. Großer Zuspruch für unseren Protest kam gerade von Menschen, die stark von der Politik der FPÖ betroffen sind, wie Personen mit Migrationshintergrund, Jugendlichen und Menschen, die in Bereichen wie der Pflege oder Sozialem arbeiten, in denen von der FPÖ gekürzt wird.

Bei der Kundgebung hielten mehrere AktivistInnen der SLP Reden, in denen sie der FPÖ ihre Maske als „soziale Heimatpartei“ von der hässlichen antisozialen Fratze rissen. So wurde das Wirtschaftsprogramm der FPÖ, das Steuergeschenke für Superreiche und Einsparungen im Sozial- und Gesundheitsbereich vorsieht ebenso thematisiert, wie die zahlreichen Kürzungen in Städten wie Wels und Linz, die von der FPÖ mitgetragen wurden. Gleichsam kritisierten die zumeist jungen AktivistInnen die rassistische, homophobe und sexistische Hetze der Blauen. Wir stellten klar, dass eine Partei die die Bevölkerung in In- und AusländerInnen spaltet, Frauenzentren einspart und deren Chef Homosexualität als „Krankheit“ bezeichnet alles andere als eine soziale Alternative für die „kleinen Leute“ darstellt.

Schon jetzt Widerstand aufbauen!

Die SLP wird ihren Wahlkampf mit dem Slogan „Gegen das System der Reichen – Jobs, Wohnungen und Soziales für alle statt Profite für Wenige“ in Oberösterreich weiterhin dazu nutzen, Proteste gegen die FPÖ zu unterstützen oder zu initiieren. Wir greifen Strache und seine Freunderl dabei nicht nur dafür an, dass sie eine menschenfeindliche und rassistische Politik vertreten, sondern machen auch klar, dass dieser Rassismus mit ihrer Sozial- und Wirtschaftspolitik in Zusammenhang steht, mit der alle lohnabhängigen Menschen egal welcher Herkunft angegriffen werden. Für uns steht fest, dass der Aufstieg der FPÖ nur langfristig besiegt werden kann durch die Bildung einer breiten, linken und antifaschistischen ArbeiterInnenpartei, die diese sozialen Fragen in den Mittelpunkt stellt. Die SLP wird ihren Anteil am Aufbau dieser Partei weiterhin leisten – von nun an auch verstärkt in Wels, denn gerade die polarisierte Situation in dieser Stadt bietet Möglichkeiten für den Aufbau einer echten Alternative.

 

 

Salzburg: Flüchtlinge demonstrieren für ihre Rechte

Trotz strömenden Regens gingen am 14.9. in Salzburg rund 250 Flüchtlinge aus Afghanistan gemeinsam mit solidarischen Menschen auf die Straße. Obwohl die Zahl der zivilen Opfer höher ist als je zuvor ,schiebt die österreichische Regierung nach wie vor Menschen nach Afghanistan ab. Und auch die deutsche Regierung hat nun, eineinhalb Wochen vor der Wahl, erneut 8 Flüchtlinge nach Afghanistan abgeschoben und damit den Abschiebestopp aufgehoben. Gegen diese unmenschliche Abschiebepolitik richtete sich die Protestkundgebung. In mehreren Reden wurde betont, dass Afghanistan nicht sicher ist. Die Taliban und der IS haben fast alle Teile des Landes unter ihrer Kontrolle. In einem Dokument stellten die Geflüchteten die Forderungen nach einem sofortigen Abschiebestopp nach Afghanistan, nach einer Neubewertung der Sicherheitslage in Afghanistan, nach fairen Asylverfahren sowie nach einem gleichberechtigten Zugang zu Integration, z.B. Bildung, auf. SLP-Aktivist Moritz Bauer betonte in seiner Rede: „Wir müssen uns gemeinsam und solidarisch gegen Rassismus und Sozialabbau stellen, wir müssen uns gemeinsam gegen die andauernden Angriffe auf Arbeiterinnen und Arbeiter, egal woher, wehren!“

 

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