Vorwärts 246 - März 2016

PDF: 

Artikel in dieser Ausgabe:

22.03.2016

Vorwärts: Was ist der Hintergrund der Proteste?

Cedric: Trotz des Sturzes des Regimes von Ben Ali ist die soziale Situation von Jugendlichen katastrophal, oft sogar schlimmer als vorher. Am 17.1. beging Ridha Yahyaoui, ein Jugendlicher der jahrelang einen Job gesucht hat, aus Verzweiflung Selbstmord. Darauf folgten spontane Proteste von Jugendlichen. Kasserine ist eine der ärmsten Gegenden Tunesien, die Arbeitslosigkeit ist doppelt so hoch wie im Rest des Landes. Deswegen kommt es oft zu Selbstmorden, vor allem von Jugendlichen.

 

22.03.2016

Viele Universitäten in Österreich führen ab Herbst für die neuen Aufnahmeprüfungen in diversen Studienrichtungen Gebühren von 50 oder mehr Euro ein. Das ist eine absurde Antwort auf Kürzungen im Bildungsbereich. Das Geld, welches den Bildungseinrichtungen vom Staat vorenthalten wird, soll nun bei zukünftigen Studierenden genommen werden. Kinder aus ArbeiterInnenfamilien müssen schon jetzt während des Studiums arbeiten, um sich ernähren und die Miete zahlen zu können. Hier wird das vertieft, was immer schon Realität in diesem Land ist: Bildungsvererbung. Das dürfen wir nicht mehr hinnehmen.

22.03.2016

Yanis Varoufakis, Schauspieler

Yanis Varoufakis hat mit anderen „Links“-Promis wie Slavoj Zizek „DiEM25“ gegründet - eine „Bewegung“ die bis 2025 irgendwas mit Demokratie will. Das Ganze spielt sich intellektuell auf Theaterbühnen ab und hat mit echtem Kampf gegen das EU-Spardiktat nichts zu tun. Der muss nämlich von unten aufgebaut werden!

21.03.2016

Es ist nicht zu bestreiten, dass sportliche Betätigung Gefahren birgt. Unterm Strich führt Breitensport jedoch eindeutig zu gesundheitlichen Vorteilen. Doch die Häufung schwerwiegender Verletzungen im „Leistungssport“ zeugt vom Wahnsinn, der infolge kapitalistischer Bedingungen die Sportwelt dominiert.

21.03.2016

„Mission erfüllt: Wir haben ihn“ - so die mexikanischen Behörden nach Festnahme von Joaquín „El Chapo“ Guzmán, dem bekanntesten Drogenkartellboss Mexikos. Er selbst stammt aus einer sehr armen Familie. Sein Kartell zählt zu den größten Verbrecherorganisationen der Welt. Seit den 1980ern verdiente er Millionen durch Drogenschmuggel, Schutzgelderpressung, Menschenhandel und ähnlich ekelhafte Geschäfte. Hollywoodreif floh er mehrmals mit Hilfe von korruptem Personal aus Hochsicherheitsgefängnissen.

21.03.2016

In den letzten Jahren haben eine ganze Reihe von Linken in Hollywood ihre politischen Einstellungen in ihren Filmen verwirklicht und versucht, ein kritischeres Bild des Kapitalismus, der USA und ihrer Außenpolitik wiederzugeben. Auf der einen Seite gibt es bereits etablierte Linke in Hollywood wie Sean Penn und Susan Sarandon, die sich bereits sehr prominent gegen Kriege und George W. Bush stellten. Nach mehreren erfolgreichen Filmen produzierte Steven Soderbergh 2008 eine Filmbiografie über Ernesto „Che“ Guevara. Und das, obwohl er wusste, dass er damit kein Geld verdienen würde.

12.03.2016

Albert Kropf leitete die Stadtführung in Wien 20 über den Widerstand im Jahr 1934 gegen die faschistische Diktatur. Sie begann am Engelsplatz. Als die Aufstände in Linz starteten, war dort die Lage ruhig, da es keine Kommunikation nach Oberösterreich gab. Die Heimwehr besetzte alle Donaubrücken. Als in Floridsdorf die Aufstände ausbrachen, schwammen ArbeiterInnen durch die eiskalte Donau, um den Schutzbündlern dort beistehen zu können.

Am Goethehof gab es heftigen Widerstand gegen die Heimwehr, die den Bau sogar durch Kampfflugzeuge beschießen ließ.

12.03.2016

Im Jänner und im Februar fanden in ganz Österreich mehrere rechtsextreme Bälle statt, gegen die es in Linz, Graz und Wien wie jedes Jahr Proteste gab. Die SLP hat sich an all diesen Demonstrationen mit lauten und kämpferischen Blöcken beteiligt. In Kampagnen mobilisierten wir für die jeweilige Demonstration schon Wochen davor.

10.03.2016

Am 2. Februar veranstaltete die „Bildungsinitiative Oberösterreich“ Proteste gegen als Reformen getarnte Kürzungen. Auch einige SchülerInnen der SLP-Linz beteiligten sich an der Demo, die vom Volksgarten über die Landstraße ging und vorm Landhaus mit einer Kundgebung endete. Demonstriert wurde gegen die vermeintliche „Bildungsreform“, welche die weitere Ausbreitung der, sowieso schon stark ausgeprägten, sozialen Unterschiede nur noch weiter vorantreibt.

09.03.2016

Wenn Politik und Wirtschaft wieder mal anfangen, den Wirtschaftsstandort zu sichern, dann wissen die Meisten schon, was als nächstes kommt: schneller, länger und immer mehr arbeiten. Weil die Kosten für Arbeit im internationalen Vergleich angeblich zu hoch sind. Tatsächlich waren die Lohnstückkosten (Kosten, die für die Herstellung eines Produktes bzw. eine zu erledigende Arbeit aufgewendet werden müssen) aber lange Zeit rückläufig, bzw. sind in den letzten Jahren maximal stagniert.

Seiten

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

Auch auf Facebook!

25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr