Vorwärts 197 - April 2011

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Artikel in dieser Ausgabe:

23.04.2011

Am 29. April soll es soweit sein: Die „Traumhochzeit“ Englands wird stattfinden. Prinz William und seine Freundin Kate Middleton werden heiraten.

Und, wie viel soll der ganze Spaß kosten? Rund 60 Millionen Euro! Diese ungeheure Summe fehlt unter anderem im Bildungssystem, bei dem zeitgleich in Britannien einspart werden soll. So wird zum Beispiel die britische Version der Familienbeihilfe ersatzlos gestrichen. Außerdem will die Regierung die Studiengebühren auf 12.000€ pro Jahr (!!!) erhöhen. Wir sehen, wofür Geld da ist, und wofür nicht.

23.04.2011

Nach der EU-Erweiterung 2004 wurde der Teufel an die Wand gemalt: Billigarbeitskräfte aus dem Osten würden zu Hunderttausenden ins Land strömen und die Hiesigen ins Abseits drängen. Polnische Maurer, Schweißer aus der Hohen Tatra und pannonische Eisenbieger wurden zum Albtraum all jener Gewerkschaften, die die Idee des Internationalismus längst über Bord geworfen haben. Denn auch der ÖGB hängt seit Jahrzehnten einer Standortlogik an, die in ihrer “unsere Leute zuerst”-Rhetorik manchmal kaum von FPÖ-Propaganda zu unterscheiden ist.

22.04.2011

Die letzten Wochen standen bei der SLP – neben einer Reihe von Aktionen – im Zeichen der politischen Vorbereitung auf die kommenden nationalen und internationalen Bewegungen. Der März begann mit dem „MigrantInnenstreik“. Die SLP war nicht nur bei mehreren Aktionen dabei. Dass wir an diesem Tag knapp 100 Ausgaben des „Vorwärts“ verkauft haben, zeigt auch, dass unsere Ideen auf Interesse stoßen.

5/6. März erfolgreiche Bundeskonferenz

21.04.2011

Und erneut heißt es, das Lehrpersonal würde zu wenig arbeiten und nichts tun. 

Besonders absurd ist die Beschwerde der „Heute“-Zeitung, dass Gangaufsicht als Arbeitszeit gewertet wird. Abgesehen davon, dass wir keine AufpasserInnen wollen, die uns in den Pausen disziplinieren: Ein leichter Job ist es nicht. Besonders JunglehrerInnen aber auch LehrerInnen benötigen im Allgemeinen für eine Schulstunde ca. zwei Stunden Vorbereitung. Was bringt es uns SchülerInnen, wenn LehrerInnen länger arbeiten?

21.04.2011

Kasachstan

21.04.2011

Ausgerechnet eine Woche vor der hundertsten Wiederkehr des internationalen Frauentages starteten die SPÖ-Frauen einen schweren Angriff auf die Beschäftigten ihres vereinseigenen Pflegedienstes Sozial Global. 385 PflegerInnen sollten „Änderungskündigungen“ erhalten um drastische Lohnsenkungen zu ermöglichen.

14.04.2011

Über die USA rollt eine Welle von Angriffen gegen die Gewerkschaftsbewegung. In 18 Bundesstaaten planen die Regierungen Angriffe auf gewerkschaftliche Rechte im Öffentlichen Dienst. In Wisconsin wurden am 10. Februar Pläne bekanntgegeben, die im Öffentlichen Dienst Kollektivverträge praktisch abschaffen und den Gewerkschaften die kollektive Verhandlung von Arbeitsbedingungen verbieten.

14.04.2011

Wie kam es zu deiner Kandidatur?

Ich war unzufrieden mit dem damaligen Betriebsrat. Ich hatte das Gefühl wir werden als Belegschaft nicht eingebunden. Informationen, die uns betrafen, wurden nicht oder unzureichend an uns weitergegeben, Vereinbarungen mit den ArbeitgeberInnen hinter dem Rücken der Belegschaft geschlossen. Betriebsversammlungen wurden viel zu kurzfristig angesetzt, sodass letztlich nur wenige KollegInnen teilnehmen konnten.

05.04.2011

In Sagen und Märchen werden viele Päkte mit dem Teufel geschlossen. Ziel ist stets der persönliche Vorteil – Schönheit, Unsterblichkeit und v.a. Reichtum. In der realen Welt geht es nicht anders zu. Regierungen und Unternehmen schließen Päkte (= Verträge) mit anderen Herrschern ab, um sich wirtschaftliche und militärische Vorteile zu sichern. Für Handelswege und den Zugang zu billigen Rohstoffen – insbesondere Öl – ist ihnen jedes Mittel recht. Der Platz reicht hier nicht aus, um die Liste an Diktatoren abzudrucken, die von den westlichen „Demokratien“ gestützt wurden.

05.04.2011

Die ganze Welt verfolgt die Ereignisse in der arabischen Welt. Dort gibt es kaum eine Regierung, die nicht zittern muss, vom oft jahrzehntelang aufgestauten Zorn von Jugendlichen und ArbeiterInnen weg gespült zu werden. Tunesien und Ägypten machten den Anfang. Doch die Liste der Länder, die ihrem Beispiel folgen wollen, ist lang: In Bahrain, Jemen, Oman, Libyen, Irak, Iran, Marokko, Algerien, Syrien usw. kam es bisher zu Protesten und Aufständen. Die blutige Repression vieler Regimes hat die ArbeiterInnen und Jugendlichen im arabischen Raum bis jetzt kaum aufhalten können.

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