Vorwärts 214 - Dezember 2012/Jänner 2013

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Artikel in dieser Ausgabe:

11.01.2013

Als ich erstmals mein Interesse an der SLP bekundete, kam mit der Einladung zur Teilnahme an einer Ortsgruppensitzung gleich die erste positive Überraschung: „Hier werden keine Barrieren für den Zugang errichtet, man wird offen aufgenommen“, war mein erster Eindruck.

11.01.2013

Die Abschlusskundgebung der FPÖ im Grazer Wahlkampf wurde mit massivem Protest konfrontiert. Strache und der Grazer FP-Chef-Eustacchio sahen sich mit mehr GegendemonstrantInnen als ZuhörerInnen konfrontiert. In der ersten Reihe dabei waren natürlich die AktivistInnen der SLP in Graz. Lautstark machten wir klar: „Arbeitsplätze statt rechte Hetze!“ – der ORF und die Kleine Zeitung berichteten.

11.01.2013

Egal ob Griechenland, Australien oder jüngst der Flüchtlingsmarsch in Deutschland: Die Selbstorganisation der Betroffen nimmt zu und sie stellt eine neue politische Qualität dar. Die Entwicklung erreicht jetzt Österreich. Bereits bei den Aktionstagen von „Familien und FreundInnen gegen Abschiebungen“ war eine deutlich höhere Beteiligung von Betroffen spürbar. Es folgte die Dauerkundgebung somalischer Flüchtlinge. Sie blieben zwei Tage vor dem Parlament und forderten v.a. das Recht auf Arbeit und Asyl. Nach einer erfolgreichen Demonstration von AsylwerberInnen in Wien am 10.11.

11.01.2013

In Irland ist eine junge Frau, Savita, gestorben, weil ihr trotz beginnender Fehlgeburt eine Abtreibung verweigert wurde. Schuld daran sind das dortige Abtreibungsverbot, die Katholische Kirche und der Staat. Zu den Protesten meinte Ewald Stadler, EU-Parlamentarier für das BZÖ: „Die irische Rechtsordnung bezüglich Abtreibung sollte allen EU-Mitgliedstaaten Vorbild sein!“. Damit ist er nicht allein. Die ÖVP-Minister Spindelegger, Mitterlehner und Berlakovich sind in einer Organisation (ÖCV), die das Verbot von Abtreibungen fordert.

11.01.2013

Am 21. Dezember geht die Welt unter. Sagen angeblich "die Maya". Nun ja, eigentlich sagen es BuchautorInnen und „ExpertInnen“, die trotz ultimativem Ende schön viel Geld dafür nehmen.

Das Ganze wäre nur üblicher Unsinn (in den letzten 2000 Jahren waren ca. 120 Weltuntergänge angekündigt), wären da nicht Berichte über echte Angst, die sich deswegen bei manchen Kindern und Jugendlichen breit macht.

11.01.2013

Zwei einander gegenüberstehende Teams. Ziel des Spiels: Vernichtung des anderen „Volkes“. Die Rede ist nicht von einem blutigen Ego-Shooter, sondern von Völkerball, das wohl täglich in Österreichs Schul-Turnsälen gespielt wird. Seine Wurzeln hat Völkerball im Nationalismus des 19. Jahrhunderts – als Folge der Etablierung kapitalistischer, konkurrierender Nationalstaaten (früher hießen die Teams auch „Deutschland“ und „Frankreich“). Popularisiert wurde es durch den deutschen Faschisten und heute noch populären „Turnvater“ Jahn. Ihm war es Vorbereitung für den völkischen Krieg.

09.01.2013

Vor 2085 Jahren erhoben sich SklavInnen unter ihrem Anführer Spartacus. Sklavenarbeit ist eine der schärfsten Ausbeutungen der „Ware Arbeitskraft“. Ob die Firma „Spartacus – Arbeitskräftebereitstellung“ nur ehrlich sein wollte? Denn Leiharbeit gehört im 21. Jahrhundert zu den schärfsten Ausbeutungsformen.

09.01.2013

Für den 14.11. hatte der Europäische Gewerkschaftsbund zu Aktionen gegen das Abwälzen der Krise auf Beschäftigte aufgerufen. In Spanien, Portugal, Italien und Griechenland kam es zu Generalstreiks und Demonstrationen. Und in Österreich?

09.01.2013

25        100      1350

Für 21./22.11 waren Konzerte der rechtsextremen Band „Death in June“ im Wiener Club „Massiv“ angekündigt. Organisiert wurden sie von „TOTEM Records“, wo man auch NSBM (National Socialist Black Metal) findet.

09.01.2013

Wenn es nach der Regierung geht, soll es immer weniger von uns geben. Menschen mit höherer Bildung nämlich. Bei der letzten Klausur wurden Zugangsbeschränkungen für 44 Studien sowie Gebühren für alle (für Drittstaatsangehörige doppelt) beschlossen.

Das stachelt den Widerstand weiter an, den die SLP seit August mit Flugis und Kundgebungen vorantreibt, etwa beim mit 300 Studis hervorragend besuchten Aktionsplenum. Diese Kraft von unten ist nötig, um von der Studivertretung Maßnahmen einzufordern, und führt mit der Demo am 5.12. zum Teilerfolg.

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