Vorwärts 203 - November 2011

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Artikel in dieser Ausgabe:

03.11.2011

Ein Krisengipfel jagt den anderen, Rettungspakete werden hektisch verhandelt – doch nichts scheint zu helfen. Die Schuldenkrise Griechenlands ist bei Weitem nicht überwunden. Die Angst in den Zentren der Macht vor einem Domino-Effekt, der auch Portugal, Irland, Spanien und Italien treffen könnte, versetzt die Elite in Panik und führt zu hektischen und widersprüchlichen Aktionen. Griechenland, Portugal, Irland - das wäre für sich genommen noch nicht die finale Katastrophe für Europas Kapital. Aber: Spanien und vor allem Italien – das überlebt der Euro nicht.

03.11.2011

Spätestens seit August ist klar, dass die weltweite Wirtschaftskrise, die 2007 mit dem Platzen der US-Immobilienblase begann, nie überstanden war. Im Gegenteil, die nächste Krise steht schon vor der Tür. Auch Europa scheint sich nicht und nicht zu erholen. In Griechenland, Spanien und anderen Ländern gehen immer mehr Menschen auf die Straße um sich gegen die brutale Kürzungspolitik zu wehren.

03.11.2011

Gegen die dramatischen Angriffe in Griechenland hat sich eine Bewegung formiert, die mit Generalstreiks versucht, die sozialen Rechte der Bevölkerung zu verteidigen. Bis jetzt war es aber noch nicht möglich, die Angriffe zurückzuschlagen. Das hat mehrere Gründe. 1. Sind die Ausmaße der Schuldenkrise derart dramatisch, dass sich weder griechisches noch europäisches Kapital und Regierungen Zugeständnisse leisten können. 2. Zeichnet sich die Führung der Bewegung in Griechenland v.a. durch Plan- und Strategielosigkeit aus.

03.11.2011

„Wodurch überwindet die Bourgeoisie die Krisen? Einerseits durch die erzwungene Vernichtung einer Masse von Produktivkräften; anderseits durch die Eroberung neuer Märkte und die gründlichere Ausbeutung alter Märkte. Wodurch also? Dadurch, dass sie allseitigere und gewaltigere Krisen vorbereitet und die Mittel, den Krisen vorzubeugen, vermindert.“ Aus: Marx/Engels: Manifest der Kommunistischen Partei, 1847/48.

03.11.2011

Jugendarbeitslosigkeit: Europaweit 20%, Spanien 50%, Griechenland 38,5%, Italien 25,9%, Irland 28%. Die OECD schätzt, dass in den Industrieländern offiziell 40 Millionen Menschen arbeitslos sind – das ist seit Beginn der Krise 2007/8 fast eine Verdoppelung.

03.11.2011

Am 15.12.2010 sollte Ousmane C. nach Guinea abgeschoben werden. Dank Kampagne und Weigerung des Piloten musste die Abschiebung abgebrochen werden. Für Ousmane hat das ein Nachspiel: Eine Anzeige wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt und schwerer Körperverletzung. Die Intention ist klar: Bestrafung. Auch am 2. Prozesstag (29.9.) widersprechen sich die vier vernommenen Polizisten. Der häufigste Satz: „Das weiß ich nicht mehr“. Nur an eines können sich plötzlich alle erinnern - sie wollen Ousmane verkehrt die Gangway hinauf getragen haben.

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Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr