Vorwärts 102 - Mai 2000

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Artikel in dieser Ausgabe:

01.05.2000

Arisierungen und Zwangsarbeit waren die wichtigsten Stützpfeiler der Kriegswirtschaft sowie der Sozial- und Beschäftigungspolitik des Dritten Reiches. Alleine 1944 wurden über sieben Millionen ZwangsarbeiterInnen in der deutschen Produktion eingesetzt. Während deutsche und österreichische Konzerne bis heute von den Leistungen dieser Menschen und der durch sie erwirtschafteten Gewinne profitieren, warten die Betroffenen immer noch auf Entschädigungen.

01.05.2000

Am 06.04.2000 - 55 Jahre nach Kriegsende - stellte der neue SPÖ-Vorsitzende Alfred Gusenbauer eine Erklärung zu den „Braunen Flecken“ in der SPÖ vor. Stolz verweist seine Resolution "Klarheit in der Vergangenheit - Basis für die Zukunft“ auf die Vorleistungen, die in dieser Frage bereits unter Alt-Bundeskanzler und Ex-Parteivorsitzendem Vranitzky erbracht wurden. Schon dieser - heißt es - traf die "befreiende" Feststellung, dass ÖsterreicherInnen sowohl Opfer als auch Täter waren. Doch warum mußten wir fünf Jahrzehnte auf Vranitzkys und jetzt Gusenbauers Erklärungen warten?

01.05.2000

Die gesellschaftliche Anerkennung des Zivildienstes war schon während der letzten - SPÖ geführten - Regierungen nicht besonders hoch. Das hat wohl auch viel mit der mangelnden Akzeptanz seitens der Politiker für jene Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen und auf soziale Hilfe durch Zivildienstleistende (ZDL) angewiesen sind, zu tun.

01.05.2000

Die Politik von Hugo Chàvez, dem Präsidenten Venezuelas, drücken eine Linkswende in der venezuelanischen Gesellschaft aus. Die Veränderungen in Venezuela sind für Lateinamerika sehr bedeutend und stellen gleichzeitig eine große Herausforderung für die Linke dar.
Hintergrund der radikalen Umbrüche in Venezuela ist die Wirtschaftskrise von der ganz Lateinamerika betroffen ist. Die daraus verursachte Verelendung bedeutet, daß heute 80% der venezuelanischen Bevölkerung unter der offizielen Armutsgrenze leben. Das heißt, daß sie von weniger als zwei Dollar pro Tag leben müssen.

01.05.2000

Massive Klassenkämpfe erschüttern derzeit Ecuador und Bolivien. Die Regierungen schwanken. Was diesen Bewegungen zur Durchsetzung einer gesellschaftlichen Alternative jedoch fehlt, ist ein klares revolutionäres Programm.

01.05.2000

Lateinamerikas Wirtschaft leidet noch immer unter den Nachwirkungen der Asienkrise(1998) und ihren internationalen Folgen. In manchen Staaten sind es sogar die schwersten Krisen seit einigen Jahrzehnten. Jetzt entwickelt sichmassiver  Widerstand gegen Neo-Liberalismus und Imperialismus.

01.05.2000

Was hat Zlatko, den arbeitslosen Mechaniker, zum Star gemacht? Nichts, mensch durfte ihm ein paar Wochen beim Leben zuschauen. “Real Soap” (echte Seife) nennt sich das. Viel Geld bringt das - den TV-Anstalten und wohl auch Zlatko.

01.05.2000

Passend zu unserem Schwerpunktthema (Seite 4 & 5) läuft noch bis 04.05. im Wiener Votiv-Kino die Filmdokumentation "Am Spiegelgrund" von Angelika Schuster und Tristan Sindelgruber. VORWÄRTS führte ein Gespräch mit Tristan Sindelgruber.

01.05.2000

Die heurigen Arbeiterkammerwahlen stehen im Schatten der Politik der neuen Bundesregierung. Kaum eine Woche ohne neue Attacken auf die Rechte der Beschäftigten. Pensionen und Krankenversicherungen werden auf dem Rücken der arbeitenden Menschen zusammengekürzt: Alt und krank zu werden, wird zu einem Privileg derer, die sich teure Zusatzversicherungen leisten können.

01.05.2000

Vollmundig drohen ÖGB-Vertreter in Pressekonferenzen und Interviews mit dem „Streik als letztem Mittel“. Die Praxis sieht anders aus. Der ÖGB organisert Dienststellen-, Betriebs- und BetriebsrätInnenversammlungen nicht mit dem Ziel, Widerstand zu organiseren, sondern um Dampf abzulassen. „Wir würden ja gern, aber die Basis will halt nicht“ ist das häufigste Argument, für die Zurückhaltung des ÖGB. Eine Ausrede, die erstens Hausgemacht und zweitens falsch ist.

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25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr