Schweißtropfen auf den heißen Stein?

Gewerkschaft muss für konsequente Hitze-Regelungen und und deren Einhaltung kämpfen.
Thomas Hauer

In Österreich gibt es keine Regelung für Hitzeferien. Bei Arbeiten in Büros sollte die Temperatur zwischen 19-25° liegen, wenn Klimaanlagen vorhanden sind - diese sind aber nicht vorgeschrieben. Einzig bei Bauarbeiten im Freien muss ab 32,5°C ein Alternativarbeitsplatz gefunden oder die Arbeit eingestellt werden. Doch der Hitzetod eines Bauarbeiters am Anfang dieses Sommers zeigt, wie wenig sich um die Einhaltung dieser ohnehin laxen Regelungen gekümmert wird. Hitze ist auch in meinem Betrieb jedes Jahr ein Thema. Bei Hitzewellen kommt es bereichsweise zu Temperaturen zwischen 40 und 45°C. Ventilatoren, Verteilen von Getränken und Eis und zögerliche Maßnahmen wie Folierung der Fenster brachten bisher nur leichte Linderung. Deshalb hat meine Betriebsratsliste DSO eine Kampagne geplant, um die Werksleitung offen mit dem Problem zu konfrontieren. Diese reagierte vorauseilend und kündigte eine Klimatisierung der Werkshallen an. Ein positiver Schritt, wenn auch um Jahre zu spät. Klimatisierung hat es in kleinen Bereichen auch vorher schon gegeben - jedoch erst als aufgrund der Hitze die Technik versagte. Das Beispiel zeigt, wie der Faktor Mensch hinter Profit und Kosten gereiht wird. Es zeigt jedoch auch, dass es Sinn macht, aktiv zu werden. Denn die jetzigen Maßnahmen wurden erst angekündigt, nachdem die Hitze offen von DSO im Wahlkampf thematisiert wurde.

 

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