Frisch gekämpft ist halb gewonnen: Catering-ArbeiterInnen streiken in Kanada

Moritz Bauer

„Food Workers“ an der York University (Kanada) konnten einen Stundenlohn von 15 Dollar, Gesundheitsversorgung sowie fairere Arbeitsbedingungen erkämpfen. Dies ist Ergebnis eines fast dreiwöchigen Streiks, sowie monatelanger Kampagnenarbeit. Die 160 Catering-Beschäftigten bei Aramark waren monatelang für Solidarität unter den Studierenden aktiv. Sie demonstrierten, veranstalteten Massentreffen und organisierten sich. So konnten sie mit 100% Zustimmung zum Streik den Kampf mit dem multinationalen Konzern aufnehmen. Am 2. Februar gab es einen ersten eintägigen Streik, der alle Filialen am Campus lahmlegte. Ab 16. Februar gingen die Angestellten in einen Streik auf unbestimmte Zeit. Hier zeigte sich, wie wichtig die vorbereitende Kampagne war. Denn Studierende und andere Angestellte des Campus organisierten die Proteste mit. Und dank dieses breiten Drucks auf Konzern- und Unileitung konnten die Beschäftigten am 6. März ihre Forderungen durchsetzen.

Dieser Sieg ist einer von vielen für den 15-Dollar Mindestlohn. In den USA konnte die Bewegung „15Now“ Verbesserungen bei Lohn und Arbeitsbedingungen erkämpfen. Teile der Forderungen richteten sich gegen rassistische und sexistische Diskriminierung und machten es so dem Management unmöglich, hinein zu spalten. Es hat sich gezeigt, dass eine Kampagne von Angestellten gemeinsam mit Betroffenen (in diesem Fall Studierenden) genügend Druck aufbauen kann, um Kämpfe erfolgreich zu machen.

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