Frisch gekämpft ist halb gewonnen!

Nikita Tarasov

JungärztInnen traten am 12. Jänner das erste Mal seit 40 Jahren in einen englandweiten Streik. Am 10. Februar folgte der zweite 24-Stunden Streik. Es geht darum, angekündigte Veränderungen in den Arbeitsverträgen aufzuhalten. Die Regierung plant noch längere Arbeitszeiten für ÄrztInnen (bis zu 72 Stunden pro Woche). Ausgelaugte ÄrztInnen sind kranke ÄrztInnen und auch für die Sicherheit von PatientInnen ist das ein Risiko. 97% der JungärztInnen haben für die Streikaktionen gestimmt – das zeigt die Wut und die Ablehnung der „Reformen“.

Die konservative Regierung setzt auf Sozialabbau, Privatisierung und gewerkschaftsfeindliche Gesetze. Dagegen ist es wichtig, den Widerstand auszubreiten. Gewerkschaften, PatientInnen etc. müssen sich in die Bewegung einbinden. PflegerInnen in Ausbildung gehen hier mit gutem Beispiel voran. In Solidarität mit den Kämpfenden stießen sie am Tag des Streikes zu den Streikpostenketten. Solidarische Unterstützung kam auch aus anderen Bereichen. In Royal Stoke brachte die Feuerwehr Essen und Getränke zu den Kundgebungen der Streikenden. Joe C., Ex-Minenarbeiter, der sich an den Streiks 1984/85 beteiligte, kam mit seiner ganzen Familie. Die Streikposten in Leicester, aber auch in dutzenden anderen Städten, wurden solidarisch von AktivistInnen der Socialist Party (Schwesterorganisation der SLP) unterstützt, vorbeifahrende Busse und Autos hupten, um Solidarität zu zeigen. So geht streiken!

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25.03.2020

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