Vorwärts 294 - Juni/Juli 2021

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Artikel in dieser Ausgabe:

24.06.2021

In Debatten um Identitätspolitik fällt oft der Begriff Intersektionalität. Damit soll beschrieben werden, wie verschiedene Unterdrückungsformen sich „überkreuzen“ (englisch: „intersection“ = Kreuzung). In der politischen Praxis wird darunter meistens zunächst verstanden, dass es keine isolierten Kämpfe nur gegen Rassismus oder nur gegen Kürzungspolitik geben sollte, sondern dass diese Kämpfe „verbunden“ werden sollten. Überwindet Intersektionalität also die Probleme der Identitätspolitik?

24.06.2021

Der Kampf gegen die verschiedensten Formen von Diskriminierung ist enorm wichtig. Uns geht es aber nicht um symbolischen Widerstand oder nur darum, Missstände aufzuzeigen. Wir wollen Diskriminierungen und ihre Ursachen beseitigen.

23.06.2021

Heuer sahen wir am Tag der Pflege (12. Mai) auf mehr als ein Jahr Pandemie zurück. Die nötige Unterstützung durch die Regierung für die Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich blieb aus. Die SLP hat in Linz und Wien Protestaktionen für die Forderungen nach mehr Geld und mehr Personal (mit)organisiert.

22.06.2021

In der (kurzen) Geschichte der Komintern verdichten sich revolutionärer Aufstieg und Niedergang. Schon in den Aprilthesen hat Lenin 1917 eine neue Internationale auf die Tagesordnung gesetzt. Der rasanten weltweiten Ausbreitung der Ideen der Oktoberrevolution folgte die Gründung der 3. Internationale, die Trotzki als „Internationale der Tat“ bezeichnete. Dass die Gründung in Russland und nicht wie geplant in Deutschland oder den Niederlanden stattfand, war Resultat des Bürgerkrieges gegen den imperialistischen Angriff und die „Blockade“ gegen das revolutionäre Russland.

21.06.2021

Die guten Nachrichten: Im Coronatunnel ist Licht zu sehen, alles “öffnet” wieder. Aber: Viele Jobs sind weg, viele haben ihre Reserven aufgebraucht. Viele sind ausgelaugt, nach einem Jahr doppelter und dreifacher Belastung. Corona ist nur indirekt verantwortlich: Das Virus hat nur deutlich gemacht, wie falsch dieses System läuft!Und es ist nicht vorbei: Viele Chefs wollen die speziellen Belastungen von Corona zum Dauerzustand machen.

18.06.2021

Wie jedes Jahr seit dem Stonewall-Aufstand 1969 in New York wird der Pride-Monat auch diesjährig begangen. Doch leider hat er wie auch die Pride-Parade an jeglicher politischer Kampfansage verloren. Das Hauptaugenmerk wird, identitätspolitisch angehaucht, vor allem auf „Sichtbarkeit“ gelegt, anstatt das herrschende kapitalistische System in Frage zu stellen. Denn, auch wenn der Kapitalismus die Kleinfamilie als Wirtschaftseinheit zum Überleben benötigt, haben Kapitalist*innen den Goldtopf beim Regenbogen längst entdeckt.

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