Pride: Voller Stolz, aber bitte politisch

Der kapitalistisch missbrauchte Pride-Monat braucht dringend Politisierung inklusive konkreter Forderungen!
Lena Goeth

Wie jedes Jahr seit dem Stonewall-Aufstand 1969 in New York wird der Pride-Monat auch diesjährig begangen. Doch leider hat er wie auch die Pride-Parade an jeglicher politischer Kampfansage verloren. Das Hauptaugenmerk wird, identitätspolitisch angehaucht, vor allem auf „Sichtbarkeit“ gelegt, anstatt das herrschende kapitalistische System in Frage zu stellen. Denn, auch wenn der Kapitalismus die Kleinfamilie als Wirtschaftseinheit zum Überleben benötigt, haben Kapitalist*innen den Goldtopf beim Regenbogen längst entdeckt. Bunter Merchandise lässt die Kassen klingeln und Forderungen nach echten Veränderungen verblassen. Pride soll und darf Spaß machen und gefeiert werden - aber „Pride“ muss auch als Kampfansage zurückerobert werden! Ähnlich dem 8. März, der vom blumenlastigen 2. Muttertag zurückgewonnen wird und wieder von Protesten und Streiks begleitet wird, müssen auch die Prides eine Kampfansage sein, um echte Verbesserungen erkämpfen zu können.  

ROSA organisiert vom 13.7 - 17.8. eine Schulungsreihe über sozialistischen Feminismus: U.a. zur Geschichte der proletarischen Frauenbewegung & marxistische Antworten auf Identitätspolitik.

 Ort und Zeit: Jeden Dienstag in Wien, 17 Uhr, Brigittenauer Lände Höhe Pappenheimgasse

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

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