Unsere Forderungen: Frauentag Linz 2020

Do It Yourself: Frauentag Linz

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Wir wollen auch Menschen mit verschiedenen Geschlechtsidentitäten, queere, trans und inter Personen, die ebenfalls von Sexismus betroffen sind, ansprechen und einbeziehen. Mit Frauen meinen wir selbstverständlich auch trans Frauen.

Mein Körper - meine Entscheidung

  • Kostenlose und frei zugängliche Schwangerschaftsabbrüche in jedem Spital und Verhütungsmittel!
  • Unabhängige Sexualaufklärung in Schulen und Kindergärten!

Selbstbestimmung über den eigenen Körper ist ein grundlegendes Recht. Die letzten Regierungen haben Angriffe auf Frauenrechte verstärkt. Gegen diese Rückschritte wehren wir uns und kämpfen für echte Selbstbestimmung! Für uns heißt das auch, gleiche Rechte für homosexuelle, queere, trans und inter Personen.

Gewalt beenden

  • Frauenhäuser ausbauen!
  • Leistbaren Wohnraum durch die öffentliche Hand schaffen!

Ein Drittel aller Frauen erleben mindestens einmal im Leben einen Übergriff. Armut und Perspektivlosigkeit verstärken Gewalt, die meist von (Ex-)Partnern ausgeht, denn viel zu oft bleiben Frauen bei ihrem Partner, weil sie sich alleine keine Wohnung leisten können. 75 Frauenmorde gab es in den letzten zwei Jahren in Österreich, während bei Gewaltschutzeinrichtungen gespart wird. Alleine 2019 fehlten 148 Plätze in Oberösterreichs Frauenhäusern. Wie eine laute Stimme gegen Gewalt an Frauen aussehen kann, zeigt die beeindruckende Bewegung “Ni una menos”, die ausgehend von Argentinien seit 2015 Hunderttausende in mehr als 100 Städten in Lateinamerika auf die Straße brachte.

Lohnschere schließen

  • 1.700 € Mindestlohn/-pension!
  • Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn und Personalausgleich!

Wir leben in einem System das Menschen ausbeutet. Frauen sind besonders davon betroffen: sowohl am Arbeitsmarkt, als auch wenn sie einen Großteil der Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit gratis verrichten. Deshalb unterstützen wir die Streiks im Sozialbereich für Arbeitszeitverkürzung und fordern einen gewerkschaftlichen Kampf für höhere Löhne, um den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern zu überwinden und Altersarmut zu verhindern.

Unsere Arbeit ist mehr wert

  • Massive Investitionen in Gesundheit, Bildung und Soziales sind nötig!
  • Wir brauchen kostenlose flächendeckende Kinderbetreuung!

Die Kürzungen beim Sozialbudget und im Behindertenbereich waren ein herber Einschnitt für mobile Dienste und Betreuungseinrichtungen. Die leidtragenden sind die Frauen, die ihre Angehörigen pflegen oder beeinträchtigten Kinder zu Hause versorgen müssen, und die mehrheitlich weiblichen Beschäftigten, auf deren Rücken das Defizit ausgetragen wird. Gerade die Abschaffung der Gratis-Nachmittagsbetreuung in den Kindergärten ist für berufstätige oder alleinerziehende Frauen untragbar. Wir wollen das gestohlene Geld zurück, das stattdessen Banken und Konzernen geschenkt wurde!

Jede Diskriminierung bekämpfen

  • Nein zum Kopftuch-Verbot!
  • Alle Abschiebungen stoppen!

Es ist falsch, Sexismus und Gewalt an Frauen als ein reines „Ausländerproblem“ darzustellen. Kopftuchverbote werden als Fortschritt für den Feminismus verkauft, während Menschen in genau jene Länder abgeschoben werden, wo sie unterdrückt und verfolgt werden. Nicht der Westen, sondern die kurdische Befreiungsbewegung hat im nordsyrischen Rojava beeindruckende Fortschritte für die Rechte von Frauen erreicht. Maßnahmen, wie Kopftuchverbote, schüren nur Rassismus und helfen auch Frauen, die Kopftücher gezwungenermaßen tragen, nicht. Wir müssen für Bedingungen, die wirkliche Entscheidungsfreiheit ermöglichen, kämpfen!

Für einen Feminismus der 99 %

Es braucht eine Alternative zum kapitalistischen Wirtschaftssystem!

Echte Gleichberechtigung ist in einem System der Ungleichheit nicht möglich. Unsere (unbezahlte) Arbeit schafft den Reichtum, den sich aktuell wenige aneignen. Würde die Arbeit, die Frauen zu Hause leisten, bezahlt werden, wären das 11 Billionen Dollar im Jahr. So ist die Unterdrückung von Frauen fester Bestandteil einer Gesellschaft, in der das reichste 1 % der Weltbevölkerung über 50 % des gesamten Vermögens besitzt. Doch im Kampf um ein gutes Leben für alle, können wir uns auf die etablierte Politik nicht verlassen, sondern müssen selbst aktiv werden. Mach mit!

Demo: 8. März - Internationaler Frauentag - Linz

14:00 - Musiktheater am Volksgarten

Unterstützer*innen:

Unter dem Motto Do It Yourself: Frauentag Linz haben sich neben vielen einzelnen Aktivist*innen auch folgende Organisationen zusammen getan:

  • AMARA - Kurdischer Frauenverein
  • Dachverband der demokratischen Kräfte
  • Demokratische Kurdische Kulturvereine Linz
  • Internationales Kulturzentrum OÖ
  • Nicht mit mir
  • Sozialistische LinksPartei (SLP)
  • Yeni Kadın / Neue Frau
  • und mögliche weitere...

Melde dich bei uns, wenn du dich beteiligen willst!

Ruf an: 0660 / 6923442 (Sarah)

Folge und schreibe uns auf Facebook an: www.facebook.com/diyfrauentaglinz

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