Schulen: Auf einen heißen Herbst!

Vor Wahlen haben PolitikerInnen Angst: Eine Protestwelle kann das Autonomiepaket noch zu Fall bringen!
Moritz Bauer

Die Sommerferien sind vorbei, die Schule beginnt wieder. Dann werden die ersten Auswirkungen des Schulautonomiepakets spürbar. Überfüllte Klassen, noch mehr Lehrstoff, der außerhalb der Schulzeit nachgeholt werden muss und noch weniger Mitbestimmung. Es hat Widerstand gegeben. V.a. in Salzburg sind SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern seit Jahren aktiv gegen Bildungskürzungen. So auch vergangenes Schuljahr, als sich hunderte SchülerInnen und LehrerInnen an Kundgebungen und Demonstrationen beteiligten. Kurz vor den Sommerferien wurde bekannt, dass das Paket nun doch beschlossen werden soll. Sofort protestierten in Salzburg SchülerInnen.

Nach den Ferien muss es weiter gehen. Mit starken und dauerhaften Protesten können auch beschlossene Verschlechterungen beseitigt werden – das hat der Kampf gegen die Wassersteuern in Irland gezeigt! Außerdem kommen die Wahlen, und eine neue Regierung wird auch neue Angriffe aufs Bildungssystem führen. Deshalb ist es wichtig, Widerstand aufzubauen. Ein Aktionstag im Herbst mit bundesweiten Protesten kann zu einem Schulstreik von SchülerInnen und LehrerInnen werden. Die Gewerkschaft hat Proteste angekündigt. Diese müssen mehr als zahnlos werden. Mit demokratischen Komitees an Schulen können wir einen solchen Kampf für Bildung organisieren. Gegen bereits beschlossene genauso wie gegen kommende Sparmaßnahmen.

 

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