Proteste der BABE-Beschäftigten

„3.000 Lehrende arbeitslos, Lernende den Kurs los, aber Polizei auf Pferden?“
Tilman M. Ruster

Widerstand gegen die Regierung findet immer mehr abseits der großen Demos statt. In vielen Bereichen haben KollegInnen und AktivistInnen die Bedrohung erkannt und sich organisiert. So auch die Beschäftigten im „BABE-KV“, also VHS-Lehrerende, AMS-TrainerInnen, DeutschlehrerInnen z.B. im Flüchtlingsbereich...

Sie stehen doppelt unter Beschuss: Die Arbeitgeber bewegen sich in den KV-Verhandlungen nicht. Und die Regierung plant Kürzungen beim AMS, die 3.000 Beschäftigte den Job kosten könnten. Dabei sind die Jobs in der Branche schon prekär genug mit wenig festen Anstellungen und mieser Bezahlung. Die IG DAZ („Deutsch als Zweitsprache“) hat hier schon eine ganze Serie von Protesten organisiert. Zum Auftakt der KV-Verhandlungen inszenierten sie einen Flashmob vor der GPA-Zentrale, um auch die Gewerkschaft wissen zu lassen: „Wir sind streikbereit!“. Schon vor der Budgetrede des Finanzministers machten Sie mit Aktionen auf die Bedrohung aufmerksam. In der Branche arbeiten zu 90% Frauen. Umso stärker springt ins Auge, dass die Regierung der reichen, weißen Männer vor allem hier kürzen will. Die SLP unterstützt die Proteste und war aktiv vor Ort. „Die Angriffe gehen uns alle an und so müssen wir sie gemeinsam zurückschlagen!“ SLP- und Sozial aber nicht Blöd-Aktivisten betonten die Notwendigkeit, die Kämpfe von BABE und Sozialbereich zu verknüpfen.

 

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