Ausfinanzieren statt Kaputtsparen!

Gesundheit & Soziales statt Profite!

Seit Beginn der Corona-Krise werden Beschäftigte im Gesundheits- und Sozialbereich für ihre Arbeit als Held*innen gefeiert. Doch mehr als Applaus haben sie für ihren unermüdlichen Einsatz bisher nicht erhalten. In der gesamten Branche fehlt es an Geld: Für Schutz & Corona-Tests, notwendige Lohnerhöhungen und mehr Personal. Diese chronische Unterfinanzierung geht uns alle etwas an - wir alle sind auf einen gut ausgestatteten und nicht-profitorientierten Gesundheits- und Sozialbereich - nicht nur während einer Pandemie - angewiesen.

 

Die Corona-Krise hat einmal mehr gezeigt, dass es der Regierung um den Schutz der Profite für die Reichen und Konzerne geht, nicht um unsere Gesundheit. Während Milliarden-Rettungspakete für Konzerne wie die AUA geschürt werden, sollen sich die “systemrelevanten” Kolleg*innen mit symbolischen Gesten zufriedengeben. Dagegen müssen wir uns wehren.

 

Viele dieser Kolleg*innen sind vor der Pandemie aktiv geworden und haben in einer beeindruckenden Streikbewegung die 35h-Woche gefordert, bevor sie von der Gewerkschaftsführung mit miesen KV-Abschlüssen (im SWÖ und bei der Caritas) verraten wurden. An diese Kämpfe müssen wir anknüpfen, denn Verbesserungen werden uns nicht geschenkt.

 

Die SLP wird in den nächsten Monaten gemeinsam mit Kolleg*innen und Beschäftigten-Initiativen wie “Sozial aber nicht blöd” eine Kampagne organisieren, die einen ausfinanzierten, bedarfsorientierten Gesundheits- und Sozialbereich fordert. Es ist notwendig, ein langfristiges Bündnis auf die Beine zu stellen, das die Kräfte aus diesem Bereich bündelt und die Gewerkschaften von unten unter Druck setzt, an dieser Front in die Offensive zu kommen. Als ersten Schritt rufen wir zu einer Demonstration in Wien rund um die Wahlen sowie zu Aktionen in den anderen Bundesländern am selben Tag auf.

 

In Österreich besitzen nur 320 Menschen ein Drittel des gesamten Finanzvermögens. Von diesem Geld könnten Milliarden-Investitionen in Gesundheit und Soziales bezahlt werden. Holen wir uns das Geld!

 

Wir fordern:

  • 500€ Corona-Prämie pro Monat + 6% Lohnerhöhung
  • 20% mehr Personal für den gesamten Gesundheits- und Sozialbereich
  • Arbeitszeitverkürzung auf 35h bei vollem Lohn- und Personalausgleich
  • Milliarden für eine Ausfinanzierung - die Reichen sollen zahlen
Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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25.03.2020

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