USA: Den Bossen eine Lehre erteilen!

Über 100.000 Lehrer*innen haben für bessere Bezahlung, kleinere Klassen und gegen Privatisierung gestreikt.
Brettros

In den USA ist das Bildungswesen einer der wenigen Bereiche, die sich weitgehend in öffentlicher Hand befinden. Jedes Jahr werden mehr als 1.000 Milliarden US-Dollar ausgegeben. Das wollen die Kapitalist*innen gerne privatisieren. Seit Beginn der Wirtschaftskrise ist das eines der Hauptziele der Kürzungspolitik.

Gegen diese Bestrebungen stehen Lehrer*innen, die der am besten organisierte Teil der Arbeiter*innenklasse in den USA sind, auf. Während insgesamt nur 10% der Beschäftigten bei der Gewerkschaft sind, sind es bei Lehrer*innen über 40%. An vielen Orten haben sie Basisgruppen aufgebaut, um sich auf lokaler Ebene zu organisieren. In einigen Städten wie Los Angeles und Chicago haben diese Strukturen sogar die Führung ihrer Gewerkschaften errungen. Sie haben sich an Schüler*innen, Eltern und die umliegenden Stadtteile gewandt und mit ihren Forderungen breitere Schichten von Beschäftigten angesprochen (insbesondere berufstätige Eltern). So haben die Lehrer*innen breite Unterstützung gefunden. Sie haben sich nicht auf Gewerkschaftsbürokrat*innen oder "wohlwollende" Politiker*innen verlassen, sondern viel mehr auf ihre eigene Kraft, indem sie zur Waffe des Streiks gegriffen haben.

Es ist wichtig, dass die meisten dieser Streiks klare Siege errungen haben. Es ist ein Schlag gegen Trump und jene, die die Bildung „reformieren“ wollen und ein Signal an den Rest der Arbeiter*innenklasse, dass es möglich ist, zu kämpfen und zu gewinnen.

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

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