Internationale Notizen: Russland, Mexiko, Hong Kong

Russland: Solidarität mit Ali Feruz

In den Ländern der Ex-Sowjetunion gibt es eine Welle an Repression gegen GewerkschafterInnen und kritische JournalistInnen. In Weißrussland wurde das Büro einer Gewerkschaft, die die Proteste Anfang des Jahres unterstützt hatte, von der Polizei gestürmt. In Kasachstan wurde die Vorsitzende des unabhängigen Gewerkschaftsverbands zu mehreren Jahren Haft für ihre Unterstützung streikender ArbeiterInnen verurteilt. In Russland soll der kritische Journalist Ali Feruz nach Usbekistan abgeschoben werden, was für ihn sehr gefährlich wäre. Er hat gemeinsam mit dem CWI eine unabhängige Gewerkschaft gegründet und arbeitete an der Aufdeckung der Gewalt gegen LGBT-Personen in Tschetschenien. Das CWI organisiert konkrete Solidarität und Unterstützung für Ali in Russland und international.

http://Socialist.news

Hong Kong: Widerstand gegen Diktatur

Das chinesische Regime verstärkt die Repression in Hong Kong: 13 linke AktivistInnen wurden festgenommen. Socialist Action (CWI China/Hong Kong/Taiwan) beteiligte sich an den spontanen Protesten dagegen. CWI-Aktivistin Sally Tang Mei-Ching sprach zu über 2.000 DemonstrantInnen und rief zu einem Aktionstag am 28.9., dem 3. Jahrestag der „Regenschirm-Revolution“, auf.

http://Chinaworker.info

http://Mexiko: Solidarität mit den Driscoll-ArbeiterInnen

Seit zwei Jahren befinden sich die FarmarbeiterInnen im Arbeitskampf gegen katastrophale Arbeitsbedingungen: Für eine Box Heidelbeeren, die bei Driscolls Abnehmern (u.a. Walmart) bis zu 50$ kostet, bekommen die ArbeiterInnen 89 Cent. Auf Driscolls Feldern gibt es Zwangsarbeit, Kinderarbeit und regelmäßige sexuelle Gewalt gegen weibliche ArbeiterInnen. Deswegen rufen die ArbeiterInnen seit 2015 zum Boykott von Driscolls Produkten auf. Izquierda Revolucionaria (CWI Mexiko) organisiert Solidarität mit den ArbeiterInnen und dem Boykott. Am 19.8. organisierte das CWI einen internationalen Aktionstag mit Solidaritätsprotesten in zahlreichen Ländern von Deutschland bis in die USA. Izquierda Revolucionaria und das CWI werden die ArbeiterInnen weiter in ihrem Kampf unterstützen.

http://izquierdarevolucionariamx.net

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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6.10.2017

Der Wahnsinn des Kapitalismus: immer wieder wird beklagt, es gäbe wegen der Sozialleistungen ja keinen "Anreiz" zu arbeiten. Jüngst äußerte sich auch Eliten-Kandidat Kurz diesbezüglich. Mal ganz...mehr