Der aktuelle SLP-Lesetipp: Es muss nicht bleiben, wie es ist

„Es muss nicht bleiben, wie es ist“ zeigt die Ursachen von Frauenunterdrückung im Kapitalismus auf.

Sexistische Werbung oder Lohnungleichheit sind nur zwei Beispiele dafür, dass Frauenunterdrückung noch immer ein alltägliches Problem ist. Durch die Übergriffe in Köln ist das Thema in aller Munde. Es zeigt sich, dass alle Behauptungen darüber, dass Frauen heute gleichberechtigt wären, nicht stimmen. Christine Thomas geht in ihrem Buch „Es muss nicht bleiben wie es ist - Frauen und der Kampf für eine sozialistische Gesellschaft“ auf die Ursachen, Hintergründe und Mechanismen von Frauenunterdrückung ein.

In einem geschichtlichen Abriss über Frauenunterdrückung wird dargelegt, dass diese nicht immer existiert hat oder gar natürlich ist, „sondern dass die Unterdrückung vor etwa 10.000 Jahren entstanden ist, als sich Gesellschaften entwickelten, die auf Privateigentum basierten und in Klassen geteilt waren.“ Auch wird die Situation von Frauen in der heutigen Zeit des Kapitalismus analysiert.

Doch die Autorin bleibt nicht in der Geschichte stehen, sondern stellt diverse Lösungsansätze vor und zieht Schlussfolgerungen aus ihrer Analyse. Am Beispiel der Russischen Revolution wird dargelegt, dass nur im Sozialismus eine wirkliche Frauenbefreiung möglich ist. Der Kampf gegen die Unterdrückung von Frauen muss mit sozialen Bewegungen und dem Kampf gegen den Kapitalismus an sich verbunden werden. „Wenn sich Frauen aus der arbeitenden Bevölkerung nicht aktiv am Kampf für eine umfassende Veränderung der Gesellschaft beteiligen, ist es unter den heutigen sozialen Umständen unmöglich, Ausbeutung und Unterdrückung zu überwinden.“

 

Christine Thomas

Es muss nicht bleiben, wie es ist

SAV, Berlin 2012

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

Auch auf Facebook!

25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr