Demo in Linz in Solidarität mit der Protestbewegung in der Türkei

Nach einigen sehr großen Demonstrationen in Wien, mit jeweils mehr als 2.000 TeilnehmerInnen, gab es am Samstag den 8. Juni auch in Linz einen Protestmarsch von 800 Menschen, türkischer, kurdischer, alevitischer und österreichischer Herkunft in Solidarität mit der Protestwelle in der Türkei. Erfreulicherweise zeigte auch ein Block der GPA-djp Jugend seine Solidarität. Die Demo ging vom Hauptbahnhof bis zur Promenade vorm Landhaus. Die Stimmung war sehr kämpferisch und gleichzeitig geprägt von Freude über die Menschen in der Türkei, die sich aktiv zur Wehr setzten. Die SLP Linz trat gemeinsam mit anderen AktivistInnen als kämpferischer und lauter Block auf. Die Parole „Tayyip Istifa!“ (Erdoǧan, tritt zurück!) rufen mittlerweile auch viele nicht-türkischsprechende in der Solidaritätsbewegung, doch auch deutschsprachige Parolen, wie „Solidarität muss Praxis werden! Österreich muss Taksim werden!“, wurden begeistert mit gerufen.

Die landesweiten Massenproteste mit dem Taksim-Platz in Istanbul als Zentrum richtet sich gegen die autoritäre Politik von Premierminister Tayyip Erdoǧan und der AKP-Regierung. Jan Millonig von der SLP Linz meinte in seiner Rede bei der Abschlusskundgebung: "Dieser Aufstand zeigt mir zwei Dinge: die Jugend ist nicht unpolitisch, sondern steht auf, um sich zu verteidigen. Zweitens zeigt die zentrale Rolle der Frauen auch, dass auch sie eine treibende Kraft sind, wenn es darum geht, ihre Rechte einzufordern." Außerdem stellte er klar, dass es geht einerseits darum geht, die neoliberale Regierung zu stürzen und anderseits das kapitalistische System in der Türkei. „Stellt euch vor die Türkei wäre sozialistisch. Es gäbe eine türkische Gesellschaft, in der die Wirtschaft und alle Lebensbereiche in den Händen der Massen wäre, demokratisch verwaltet von Arbeiterinnen und Arbeitern, Jugendlichen und Armen. Stellt euch vor was so eine sozialistische Türkei für eine Signalwirkung auf Länder, wie Protugal, Spanien, Griechenland und die arabischen Länder, hätte?“ Dafür und auch um einmal die Regierung zu stürzen, ist es nötig die ArbeiterInnenschaft und die Gewerkschaften massiv in den Kampf einzubinden.

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