5 Gründe warum wir eine antikapitalistische Klimabewegung brauchen

Christine Franz
  1. Im Kapitalismus wird z.B. der öffentliche Verkehr privatisiert und es werden weniger profitable Strecken eingespart. Tickets werden immer teurer. Die Autoindustrie, die ein treibender Motor im Kapitalismus ist, steckt in einer Krise, möchte aber mehr Autos auf die Straße bringen. Der öffentliche Verkehr muss gefördert, ausgebaut und gratis werden. 
  2.  „Ökofreundliche“ Unternehmen, die oft gar nicht so grün sind, sind zu einem Megageschäft geworden: Der europäische Energiekonzern RWE etwa wirbt mit Bildern von Windenergie. Sein Energiemix besteht jedoch zu 86% aus Kernenergie und Kohle. Außerdem können es sich viele Menschen nicht leisten, auf Bioprodukte umzusteigen. Wir fordern den Ausstieg aus fossiler Energie.
  3. Das Konkurrenzsystem ist ein Hindernis für die Entwicklung neuer Technologien: Geforscht wird dort, wo es profitversprechend ist. Forschungsergebnisse werden nicht ausgetauscht, sondern durch Patente blockiert. Dabei gibt es bereits technische Lösungen, um den Klimawandel aufzuhalten.
  4. Es wird nicht staatlich geplant und dem Bedarf des Menschen entsprechend produziert, sondern Bedürfnisse werden durch zum Beispiel Werbung künstlich erzeugt: Produkte werden absichtlich so produziert, dass sie nur für eine kurze Zeit funktionieren, damit die Konsument ⃰ innen Neues kaufen müssen. Waschmaschinen könnten 25 Jahre halten.
  5. Im Kapitalismus geht es nur um Profite: Darum agieren Großkonzernen auch gegen die Bedürfnisse von Mensch und Umwelt. Die etablierten Parteien sind eng mit den Großkonzernen verknüpft, auf sie ist also kein Verlass.

 

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Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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25.03.2020

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