Zahlen und Fakten: Kapitalismus und Umweltzerstörung

  • Umweltverschmutzung ist verantwortlich für ein Viertel aller Todesfälle weltweit – etwa 12,6 Millionen Menschen pro Jahr. Davon 1,7 Millionen Kinder unter 5 Jahren. Besonders betroffen sind Regionen, die unter (neo)kolonialer Ausbeutung leiden
  • Umweltfaktoren wie Luft- und Wasserverschmutzung, Strahlung und Klimawandel haben Anteil an über 100 Krankheiten und Todesursachen wie Herzfehler oder Krebs.
  • 10% der weltweiten Krankheitsfälle könnten durch Maßnahmen gegen Wasserverschmutzung verhindert werden.
  • Während ein Neuntel der Menschheit unterernährt ist, wird die Hälfte aller produzierten Lebensmittel (2 Milliarden Tonnen pro Jahr) weggeworfen, weil sie nicht profitabel verkauft werden können.
  • Laut einer 2017 veröffentlichten Studie könnte der Meeresspiegel noch in diesem Jahrhundert um bis zu 2,5 Meter ansteigen. In diesem worst case scenario würden die halben Niederlande inklusive Amsterdam, sowie Hamburg und Bremerhaven, die Küsten Norditaliens mit Venedig und Pisa, das Nildelta und Alexandria, das südliche Vietnam, Kalkutta, Bangkok und die Megastädte der Guangdong-Region Chinas (alleine ca. 30 Millionen EinwohnerInnen) unter Wasser stehen.
  • Die kapitalistische Wirtschaft – die Produktion fossiler Energie, Industrie, Warentransport und Landwirtschaft – ist verantwortlich für 84% der produzierten Treibhausgase. Haushalte und öffentliche Einrichtungen dagegen nur für 6%.
  • Bei der Förderung von Erdöl werden jährlich ca. 150 Milliarden Kubikmeter Erdgas „abgefackelt“. Dieses Gas tritt bei Ölbohrungen auf, wird jedoch nicht aufbereitet und transportiert, weil der Profit daraus zu gering wäre. Stattdessen wird anderswo, etwa am Meeresgrund extra nach Gas gebohrt, während die Gasfackeln ganze Regionen wie das Nigerdelta verpesten.

 

Quellen: WHO, World Food Programme, Institution of Mechanical Engineers, National Oceanic and Atmospheric Administration, Environmental Protection Agency USA, Der Spiegel

 

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Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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