Wahlen in Nordirland

Lukas Kastner

Die Wahlen in Nordirland brachten mit dem Sieg von Sinn Fein ein erstaunliches Ergebnis. Die Spaltung zwischen Protestant*innen und Katholik*innen bzw. Jenen, die im britischen Empire verbleiben und jenen, die es verlassen wollen, werden dadurch keineswegs beendet. Gleiches gilt für Kürzungspolitik und Angriffe auf die Arbeiter*innenklasse. Unsere Schwesterorganisation, die Socialist Party (SP), versucht beidem etwas entgegenzusetzen. Mit Neil Moore und Amy Ferguson kandidierten 2 Gewerkschaftsaktivist*innen in South Belfast und West Tyrone unter dem Slogan “Wir können uns das System nicht mehr leisten”. Ziel der Kandidatur war es, den Protesten eine Stimme auf Wahlebene zu geben und eine echte Vertretung der Arbeiter*innen auf den Stimmzettel zu bringen. Daher wurden die Streiks bei Caterpillar, in der lokalen Verwaltung, im Bildungssystem und in der Transportbranche unterstützt. Fast täglich war man bei den Streikposten, die SP und die Kandidat*innen waren gerade unter den Arbeiter*innen bekannt. DAS zentrale Wahlkampfthema waren die hohen Lebenshaltungskosten. Entsprechend wichtig waren die Forderungen nach kostenlosem öffentlichem Verkehr, kostenloser Kinderbetreuung, Investitionen in sozialen Wohnbau sowie der Vergesellschaftung des Energiesektors und einem Mindestlohn von 15.- Pfund plus echten Reallohnerhöhungen.

www.socialistpartyni.org

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