Vermögen zur Kasse bitte!

Laura Rafetseder

Die reichsten 1% in Österreich besitzen im Schnitt je 1,1 Mio. €. Steuern zahlen sie kaum – weil das Geld steuerschonend in Stiftungen geparkt ist. Eine Vermögenssteuer, die diese 1% zur Kasse bittet, wäre ein enormer Fortschritt. Die Vorschläge, die von SPÖ oder auch Erwin Pröll gekommen sind, sind aber nicht mal ein Tropfen auf dem heißen Stein. Sie sind eine Reaktion auf den enormen Druck von unten – selbst die KapitalistInnen können nicht mehr argumentieren, warum sie kaum was zahlen und haben Angst vor sozialen Explosionen. Eine „Reichensteuer“ darf aber kein Freibrief für Kürzungen bei ArbeiterInnen sein – nach dem Motto „jeder muss seinen Beitrag leisten“. Und: Sie wird die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus nicht überwinden – dafür müssen wir den Kapitalismus selbst abschaffen.

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

Auch auf Facebook!

25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr