Sozialbereich bereitet heißen Herbst vor

Kämpferische Demonstration zum Auftakt der SWÖ-Verhandlungen fordert mehr Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich!

 

Wir haben uns am Donnerstag den 23.6. als ISA (früher SLP) an der Demonstration zum Auftakt der SWÖ-Verhandlungen beteiligt. Für uns hat die Arbeit in diesem Bereich, die Unterstützung von Strukturen und Kämpfen besondere Bedeutung. Das gilt für die ISA (früher SLP) ebenso wie für die sozialistisch-feministische Initiative ROSA.

Es gibt aktuell kaum einen anderen Bereich, in dem es für die Arbeiter*innenbewegung und die politische Linke im nächsten Jahr die Möglichkeit für einen größeren Durchbruch gibt, wo reale Verbesserungen für Kolleg*innen erkämpft werden können. Und es geht nicht nur um die Arbeitsbedingungen: Arbeitskämpfe im Sozial- und Gesundheitsbereich sind immer politische Kämpfe. Im Kern geht es um die Frage worum es in unserer Gesellschaft gehen soll: um die Profite von Wenigen oder um die Leben, Gesundheit und Versorgung von Vielen. Der Arbeitskampf ist daher auch eine Chance die Perspektive eines anderen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem einzubringen. Es ist die Verantwortung von sozialistischen Aktivist*innen, der feministischen und der Arbeiter*innenbewegung alles dafür zu tun um den kämpferischen Betriebsrät*innen und Kolleg*innen in der Branche zum Durchbruch zu verhelfen.

Einen ausführlichen Artikel zu den Verhandlungen findet ihr hier: https://www.slp.at/artikel/echte-verbesserungen-in-pflege-und-sozialbere...

Wir veröffentlichen einen Bericht der kämpferisches Basisinitiative „Wir sind sozial aber nicht blöd“ von der Demonstration am 23.6.2022:

 

Kämpferische Demonstration zum Auftakt der SWÖ-Verhandlungen fordert mehr Geld für den Gesundheits- und Sozialbereich!

Trotz zurückhaltender Bewerbung durch die zuständigen Fachgewerkschaften demonstrierten gestern über 400 Kolleg*innen aus dem privaten Gesundheits- und Sozialbereich für mehr Geld und bessere Arbeitsbedingungen. Die Demonstration wurde vor allem organisiert von einer Aktionsgruppe aus Betriebsrät*innen die schon deutlich vor dem Start der Lohnverhandlungen im September ein deutliches Zeichen setzen wollten. 

Aber am wichtigsten war die kämpferische Stimmung unter den teilnehmenden Kolleg*innen. Nach mehr als 2 Jahren Pandemie gibt es eine enorm große Stimmung für deutliche Verbesserungen zu kämpfen. Gleichzeitig waren die negativen Auswirkungen des letzten 3 Jahresabschluss deutlich sichtbar. Sowohl unter den Redner*innen als auch unter den Demoteilnehmer*innen wurde massive Kritik an dem undemokratischen Abschluss vor 2 Jahren geübt. Viele Kolleg*innen merkten auch an, dass es der letzte Abschluss jetzt auch schwieriger macht Kolleg*innen für die Lohnrunde zu mobilisieren – eine Warnung vor jedem weiteren schlechten Kompromiss hinter dem Rücken der Kolleg*innen. 

„Sozial, aber nicht blöd“ beteiligte sich mit Flyern, Tafeln und einem kämpferischen Block an der Demonstration. Dabei betonten wir vor allem, dass es in diesem Jahr mit Rekordteuerung und Pandemie keinen Abschluss wie jedes Jahr sondern einen deutlichen Sprung nach vorne braucht. Ein guter Schritt in diese Richtung wären die Forderungen der Betriebsrät*innenkonferenz der Wiener GPA unter anderem nach 750€ mehr pro Monat und einer 35-Stundenwoche ab 1.1.2023 auch zu den bundesweiten Forderungen werden (hier ein Bericht von der Konferenz: https://www.facebook.com/sozialabernichtbloed/photos/a.578322722240761/7...). Gleichzeitig haben wir aber auch eingebracht, dass die Durchsetzung dieser, oder ähnlichen Forderungen, eine deutlich breitere Streikbewegung braucht die wir schon jetzt aufbauen müssen. Gleichzeitig betonten SANB Aktivist*innen auch in ihren Reden die Forderung nach einer demokratischen Kontrolle des Arbeitskampfes unter anderem durch Urabstimmungen über das Verhandlungsergebnis. Um das alles umzusetzen wird es nicht ausreichen sich einfach nur an Mobilisierungen der Gewerkschaft zu beteiligen, sondern es braucht eine selbstständige Mobilisierung von unten. Deshalb haben wir die Chance auch genützt um Demoteilnehmer*innen dazu einzuladen mit SANB aktiv zu werden. Mehr als 50 der 400 Teilnehmer*innen haben sich in unsere Streikbereit-Listen eingetragen um mehr Infos zu bekommen oder aktiv zu werden. 

Wir wollen den Sommer nützen um uns auf die KV-Verhandlungen im Herbst vorzubereiten. Die nächste Gelegenheit dafür ist unser offenes Treffen am 29.6.2022. Kommt vorbei.

(Foto Komintern)

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