Solidarität mit dem AUA-Bordpersonal

Solidaritätsbrief der SLP an das AUA-Bordpersonal

An den Betriebsrat und die KollegInnen des AUA-Bordpersonals

Liebe KollegInnen,

wir haben von den neuerlichen frechen Forderungen des AUA-Managements erfahren. Wir möchten Euch auf diesem Weg unsere Solidarität und Unterstützung für Euren Kampf ausdrücken. „Lohnverzicht schafft keine Arbeitsplätze“ ist eine Tatsache, die viele Beschäftigte in den letzten Jahren immer wieder schmerzlich feststellen mussten. Trotzdem verlangen Vorstände und ManagerInnen (die sich selbst fette Erhöhungen genehmigen) von Beschäftigten Einschnitte bei den Einkommen bzw. Verlängerungen der Arbeitszeit.

Durch Personalabbau soll der Arbeitsdruck auf weniger Beschäftigte verteilt werden. Gerade im Flugverkehr gehen Einsparungen beim Personal zu Lasten von Sicherheit und Service, auch wenn das Management diesen Aspekt in seiner Medienarbeit natürlich leugnen wird.

In der SLP sind Gewerkschaftsmitglieder verschiedener Fachgewerkschaften organisiert. Menschen mit teilweise prekären Jobs und niedrigem Einkommen. Wir weisen die kommende Hetze gegen das fliegende Personal, ihr würdet nur an Euren „Privilegien“ hängen, dennoch zurück. Wir würden keine besseren Löhne erhalten, wenn bei Euch gekürzt wird, aber wenn Eurer Kampf um Verteidigung Eurer Jobs erfolgreich ist, dann macht das auch unsere Arbeitsplätze sicherer. Eure Streiks 2003 haben vielen Beschäftigten Mut gemacht und gezeigt, dass ArbeitnehmerInnen ihre Rechte erfolgreich verteidigen können.

Solidarität ist für uns mehr als der Titel einer Zeitung. Wir werden an unseren Arbeitsplätzen und in unseren Fachgewerkschaften dafür eintreten, dass es branchen- und gewerkschaftsübergreifende praktische Solidarität gibt.

Viel Erfolg für Euren weiteren Kampf

Sonja Grusch

Bundessprecherin der Sozialistische LinksPartei (SLP)

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