Salzburg: Immer Mehr verdienen immer weniger

<meta http-equiv="CONTENT-TYPE" content="text/html; charset=utf-8" /> <title></title> <meta name="GENERATOR" content="OpenOffice.org 3.0 (Unix)" /> Eine neue Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Salzburg zeichnet ein verheerendes Bild von der sozialen Situation im Bundesland Salzburg. So geht aus der Studie hervor, dass mehr als die Hälfte - 52% der Beschäftigten (117.186) - weniger als 1.500 Euro Brutto im Monat verdienen. 40% der Beschäftigten verdienen so wenig, dass sie nicht einmal Lohnsteuer zahlen müssen. Ein Großteil der Menschen mit niedrigem Einkommen sind die sogenannten „Working Poor“. Also Menschen, bei denen es, obwohl sie Arbeit haben, hinten und vorne nicht reicht. Davon sind vor allem „neue Selbständige“, PraktikantInnen, LeiharbeiterInnen, Teilzeitbeschäftigte und MinijoberInnen betroffen. Aber auch zunehmen Menschen mit „klassischen“ regulären Arbeitsplätzen. Die Studie wurde Ende 2008 durchgeführt. Sie beinhaltet darum noch nicht die weiteren bisherigen Auswirkungen der Wirtschaftskrise, die in Salzburg zu einem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt haben. Zu den niedrigen und stetig sinkenden Löhnen kommt noch die Tatsache, dass Salzburg ein ausgesprochen teures Bundesland zum Leben ist. Vor allem die Stadt Salzburg hat nach wie vor die höchsten Lebenserhaltungskosten im Vergleich mit allen anderen Landeshauptstädten. Nach wie vor gibt es viel zu wenig sozialen Wohnbau und Landes- wie Stadtregierung drehen weiter an der Gebührenschraube.

Armut trifft vor allem Frauen

Zwei Drittel der von niedrigem Einkommen (unter 1.500 Euro Brutto) betroffenen sind Frauen. Vor allem Frauen arbeiten in den schlecht bezahlten Bereichen des Dienstleistungssektors, im Handel, Sozialbereich, etc. Auf der einen Seite werden reguläre, relativ gut bezahlte Arbeitsplätze in der Industrie vernichtet – und das oft unwiederbringlich so wie bei M:Real in Hallein. Andererseits sind jene Jobs die neu geschaffen werden meist schlecht bezahlte (Teilzeit-)Jobs in Handel und Gastronomie, wie etwa beim neuen Einkaufszentrum beim Flughafen. Vor allem Frauen arbeiten in diesen schlecht bezahlten, anstrengenden und unsicheren Bereichen.

Forderungen der SLP zur Armutsbekämpfung:

  • Arbeitszeitreduzierung auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich

  • Mindestlohn und Mindestpension von 1.200 Euro netto

  • Unbegrenzte Auszahlung des Arbeitslosengeldes in der Höhe von mindestens dem Mindestlohn. Keine Schikanen durch das AMS

  • Statt Sozialabbau und Steuergeschenken an die Reichen: öffentliche Investitionen in Bildung, Gesundheit, Pensionen und öffentlichen Verkehr

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