Rechter Rand: Die "neue Volkspartei" und christliche FundamentalistInnen

Celina Brandstötter

 Die Nationalratswahlen sind geschlagen, die ÖVP zieht mit großem Erfolg in den Nationalrat und mit ihr dank Vorzugsstimmen aus dem christlich-fundamentalistischen Lager auch Gudrun Kugler. Bei der langjährigen ÖVP-Politikerin handelt es sich um eine fundamentalistische, homophobe Abtreibungsgegnerin und Verfechterin „der Ehe“ und des Christentums. In ihrer Publikation „There is no right for abortion” verunglimpft sie dieses Recht als demokratiegefährdend und unmoralisch. Darüber hinaus rechtfertigt sie ihre frauenfeindliche Haltung mit Rassismus, da durch eine höhere inländische Geburtenrate kein „Argument“ mehr für Zuzug aus dem Ausland gegeben sei. Im Sommer 2017 stellte Kugler im Wiener Gemeinderat den Antrag, Frauen vor einer Abtreibung zusätzlich zum Beratungsgespräch eine verpflichtende dreitägige Wartefrist aufzuerlegen, damit Frauen nicht „überstürzt handeln“ würden. Ein Versuch der ehemaligen Vorsitzenden der radikalen Organisation „Jugend für das Leben“, es Frauen noch weiter zu erschweren. Sie stellt damit auch die Fähigkeit von Frauen in Frage, selbst am besten über ihren Körper entscheiden zu können. Zu ihrem Umfeld zählen radikale Anti-Abtreibungsgruppen, die Frauen und ÄrztInnen terrorisieren, das rechtschristliche, fundamentalistische Nachrichtenportal kath.net., zahlreiche Vertreter der katholischen Kirche, wie der homophobe, rassistische Salzburger Weihbischof Laun, u.a. aus dem rechten Eck. Sie alle teilen mit Kugler und der FPÖ die gleiche frauenfeindliche und -entmündigende Ideologie.

 

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