Protestnote an die diplomatische Vertretung der Republik Südafrika in Österreich

Wie wir erfahren haben, wurden bei einem Streik südafrikanischer Minenarbeiter mehrere der Streikenden von der Polizei getötet. Die Erklärung ihres Präsidenten, er sei geschockt über die Gewalt, nützt wenig, wenn man daran denkt, dass der südafrikanische Staat die volle Verantwortung für das Geschehene trägt.

Denn die Verantwortung tragen jene, die zugelassen haben, dass die Minenarbeiter unter Bedingungen arbeiten, die schon vor dem Streik von Menschenrechtsorganisationen als unzumutbar bezeichnet wurden.

Die Verantwortung tragen jene, unter deren Herrschaft Arbeiter, die sich ihres demokratischen Rechts bedienen zu streiken, derart eingeschüchtert werden, dass sie sich gezwungen sehen sich zu ihrer Verteidigung zu bewaffnen.

Letzten Endes tragen jene die Verantwortung, die in eine derart aufgeheizte Situation einige wenige Polizisten mit scharfen Waffen gegen die Streikenden ins Feld schicken. 

Wir, die unterzeichnenden Organisationen und Personen unterstützen die Forderungen der Streikenden in vollem Umfang und verurteilen das Eingreifen des Staates zugunsten der Minenbesitzer aufs schärfste.

Wir fordern

  • unmittelbar jede Repression, Drohung oder Ultimaten gegen die Streikenden ein zu stellen.

  • die Forderungen der Streikenden zu erfüllen.

  • Die Untersuchung des Massakers von Marikana durch eine unabhängige Kommission aus GewerkschafterInnen und VertreterInnen der Streikenden.

Wir werden dafür sorgen, dass in der Öffentlichkeit, in den Gewerkschaften und sozialen Bewegungen, das wahre Gesicht der südafrikanischen Regierung bekannt wird.

Wenn Du/Sie unterzeichnen wollt, einfach Mail an slp@slp.at. Wir übergeben die Namen dann gesammelt bei einer Aktion in den nächsten Tagen.

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