Politische Menschen, politische Kunst

Drei der am Vorwärts-Zeitungsfest auftretenden KünstlerInnen sprechen darüber, wie politisch ihre Kunst ist.
Simon Nagy

Holger Burner: „Musik kann ein gutes Mittel sein, um Ideen und Vorschläge zu transportieren und auf Missstände aufmerksam zu machen. Oder auch dazu, sich mal den Akku für den Klassenkampf wieder aufzuladen. Aber die entscheidenden Veränderungen werden immer noch durch Widerstand erkämpft und Bewusstsein verändert sich vor allem durch Bewegung und nicht durch schlaue Texte.“

Sebastian Kugler (Siebenschläfer): „Unsere Musik ist nur implizit politisch. Sie beschäftigt sich mit Unsicherheit und Enttäuschung, Phänomene also, die ich in direktem Zusammenhang mit der Entfremdung vom Menschen im Kapitalismus sehe. Insofern beschreibt unsere Musik die indirekten Auswirkungen des Kapitalismus auf den/die EinzelneN.“

Laura Rafetseder: „Alles ist politisch. Und zwar weil die Dinge, die man will, im Kapitalismus nicht immer umsetzbar sind und an die einen oder anderen Grenzen stoßen, anecken an der Gesellschaft in irgendeiner Art und Weise. Musik kann was zutiefst revolutionäres haben, wenn sie die Dinge ausdrückt, die die Menschen fühlen, z.B. Wut über die Zustände in dieser Gesellschaft.“

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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