Krise international bekämpfen!

„Zurück zum Schilling“ ist auch keine Lösung.
Sebastian Kugler

Laut der Trendstudie „Eyes on Europe“ hat der Euro in Österreich massiv an Popularität verloren – Nur jedeR Dritte steht hinter der Währung. Das ist verständlich: Der Euro war von Anfang an ein Projekt v.a. des deutschen und französischen Kapitals, die ihre Vormachtstellung ausbauen wollten. Die unausweichliche Wirtschaftskrise wurde durch den Euro noch verstärkt – jetzt reißen die Gräben zwischen den konkurrierenden Nationalstaaten wieder auf. Angesichts dessen wird sowohl von rechter (FPÖ, Stronach) als auch von „linker“ (Lafontaine von der deutschen Linkspartei) Seite der Ruf „Raus aus dem Euro!“ laut. Die SLP war gegen den Beitritt Österreichs zu EU und Euro. Aber die Forderung, jetzt zu Nationalwährungen und (pseudo-)unabhängigen Nationalstaaten zurückzukehren, löst gar nichts: Österreich kann sich nicht „ausklinken“; dafür ist die Wirtschaft zu schwach und international verflochten und die Krise zu allumfassend. Rechte und „Linke“, die Illusionen in nationale Lösungen schüren, ignorieren die Ursache für die Krise: den Kapitalismus selbst! Das heimische Kapital ist kein Bündnispartner – sondern die Millionen ArbeiterInnen Europas, die unter der Krise leiden und gegen sie kämpfen. Für ein vereinigtes sozialistisches Europa!

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25.03.2020

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