Jobabbau im öffentlichen Dienst öffnet Einkommensschere

Claudia Sorger

Das mittlere Bruttojahreseinkommen von unselbstständig erwerbstätigen Frauen liegt in Österreich bei nur 60 % von dem der Männer. In der Privatwirtschaft ist der geschlechtsspezifische Einkommensunterschied deutlich größer als im öffentlichen Dienst. So verdienen weibliche Vertragsbedienstete 77% des Bruttojahreseinkommens ihrer männlichen Kollegen. Der kleinste Einkommensunterschied besteht mit nur sieben Prozentpunkten zwischen Beamtinnen und Beamten.

Von Nulllohnrunden und Aufnahmestopp im öffentlichen Dienst sind auch Kindergärtnerinnen, Lehrerinnen und Frauen im Sozial- und Gesundheitsbereich betroffen. Die Einkommensschere wird sich noch weiter öffnen. Das Ziel des Stellenabbaus im öffentlichen Bereich ist es auch, einen Lohndruck nach unten zu erzeugen, der Frauen überproportional trifft.

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