Irland erkämpft Recht auf Abtreibung!

Schluss damit: Das irische Abtreibungsverbot hat Frauen entmündigt, diskriminiert und sogar getötet.
Philipp Chmel

Die irische Rechtslage bezüglich Schwangerschaftsabbruch ist eine der restriktivsten in Europa: Abtreibung ist sogar bei Vergewaltigung oder Inzucht verboten, und selbst für “Beihilfe” drohen bis zu 14 Jahre Gefängnis.

Ende Mai wird in einem Referendum endlich über die Abschaffung des 8. Verfassungszusatzes, durch den Abtreibungen außer bei Todesgefahr für die Schwangere verboten sind, entschieden. Wegbereiter des Referendums waren nicht die führenden PolitikerInnen, die, wie Ministerpräsident Leo Varadkar, selbiges nun “unterstützen”, sondern der große Druck aus der Bevölkerung. Dieser zeigte sich wiederholt bei großen Massenprotesten, bei denen Zehntausende für das Recht auf Abtreibung demonstrierten; zuletzt im Herbst 2017.

Die feministische, sozialistische Gruppe ROSA und die Socialist Party (Schwesterpartei der SLP) spielten eine zentrale Rolle. Sie verteilten u.a. sichere, aber illegale Abtreibungspillen und zeigten durch die Inkaufnahme des Risikos einer Gefängnisstrafe, dass es eine kämpferische, entschlossene Kampagne braucht. Die AktivistInnen von ROSA und der Socialist Party kämpfen aber für mehr als das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Sie setzen sich u.a. für die Gleichberechtigung aller Ehen und Lebensgemeinschaften und gegen die unsozialen Wassersteuern ein. Und sie stehen für einen internationalen, aktiven und organisierten Kampf für eine neue Gesellschaft ohne Sexismus und Unterdrückung. Wie hierzulande die Kampagne Nicht mit Mir!

 

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