Entlassungen bei Continental/Contitech IMAS in Griechenland: Wir sagen nein!

Semperit-Schließer von Conti setzen auch in Griechenland auf Kahlschlag

Bei der Continental / Contitech IMAS Fabrik in Volos, Griechenland, sind Entlassungen geplant. Wir kennen die arbeiterInnenfeindliche Politik der Continental-Unternehmensleitung gut. 2009 wurde das Semperit-Werk in Traiskirchen von Continental geschlossen. Hunderte verloren ihren Job. Jetzt hören wir, dass die Unternehmensleitung in Griechenland massiven Druck auf die KollegInnen ausübt. Sie sollen Lohnkürzungen, eine Reduzierung der Arbeitstage um 42 pro Jahr und noch viel niedrigere Löhne für alle neu eingestellten ArbeiterInnen hinnehmen. Das soll alles Teil des neuen für drei Jahre gültigen Kollektivvertrages zwischen der Gewerkschaft in der Fabrik und Contitech IMAS werden. Am 5.2. solidarisierten sich SLP-Aktivisten vor dem Continental Firmensitz in Wiener Neudorf mit griechischen ArbeiterInnen einer Contitech-IMAS Fabrik in Vollos. Sie streiken gegen Entlassungen und Verschlechterungen bei Löhnen und Arbeitsverträgen.

Continental / Contitech ist ein riesiger multinationaler Konzern, der jedes Jahr laut offiziellen Statistiken riesige Profite einfährt. In den letzten 40 Jahren haben Contitech/IMAS ArbeiterInnen riesige Profite für den Konzern erwirtschaftet, der unter anderem den griechischen staatlichen Stromkonzern DEI und die ausländische Bergbauindustrie beliefert. Außerdem hat Continental vor kurzem mit Goodyear fusioniert und dadurch seine globale Marktposition gestärkt. So können die Profite noch weiter steigen.

Die SLP hat daher einen lautstarken Protest gegen die Entlassungen und die Angriffe auf die ArbeiterInnen der IMAS- Fabrik organisiert. Diese Entlassungen treiben die KollegInnen in Armut und Erwerbslosigkeit zu einem Zeitpunkt in dem die Arbeitslosenzahlen in Griechenland auf ein nie gekanntes Niveau gestiegen sind. Wir unterstützen den Streik der KollegInnen und haben bei einer Kundgebung am 5.2. vor dem Firmensitz in Wiener Neudorf die Beschäftigten über die Angriffe der Firmenleitung auf die KollegInnen in Griechenland informiert, sowie eine Protestnote überreicht, die von zahlreichen BetriebsrätInnen (darunter einem ehemaligem Semperit Betriebsrat), ArbeiterkammerrätInnen sowie linken und gewerkschaftlichen Organisationen unterstützt wird. Die KollegInnen kamen kurz raus um Fotos zu machen und zu reden - die Stimmung auch innerhalb des Betriebs in Österreich scheint sehr angespannt, die übergebene Resolution gegen die Verschlechterung wird an das Management weitergeleitet, das sich offenbar nicht raus traute.

Wir fordern:

  • Rücknahme aller Kündigungen!

  • Einen neuen, dreijährigen Kollektivvertrag mit guten Löhnen!

http://www.socialistworld.net/doc/7468

 

 

 

 

 

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