Belarus - Aktive Jugend

Eine gemeinsame Front von Arbeiter*innen und Jugend ist nötig, um Lukashenko zu stürzen
Nicolas Prettner

Jede Woche strömen in Belarus Tausende auf die Straße, um gegen das Regime von Lukashenko zu demonstrieren. Eine große Rolle dabei spielt die Jugend. Insbesondere seit Semesteranfang vernetzen sich Studierende eng und helfen dabei mit, die Demonstrationen zu organisieren. In den Wohnvierteln bilden Jugendliche Selbstverteidigungsgruppen um die Demonstrationen gegen die brutale Polizeigewalt zu schützen. Eine neue Qualität erreichten die Proteste durch die Solidarisierung der Studierenden mit streikenden Arbeiter*innen.

Neben den Demonstrationen findet vieles auf Grund von Repression und Corona online statt. In Belarus kommt erschwerend hinzu, dass Arbeiter*innen oft keinen Internetzugang haben. Viele haben daher gar nichts von den Solidaritätsaktionen der Studierenden mitbekommen. Der nächste Schritt wird sein, Jugend und Arbeiter*innen zusammenzuführen. Sozialist*innen schlagen dafür gemeinsame Komitees vor, die demokratisch organisiert sind, um weitere Aktionen, Streiks und Proteste zu planen. Die Verbindung von sozialen und demokratischen Forderungen ist zentral für die Bewegung, um sie weder bürgerlichen Kräften (die oft mit der EU verbunden sind) noch rechten Kräften zu überlassen. Über Programm und Perspektive muss diskutiert werden. Wegen Stalinismus und weil der Diktator Lukashenko „sozialistische“ Symbole nützt, ist es umso notwendiger, genau zu erklären, wie wir uns eine demokratische sozialistische Zukunft vorstellen.

 

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