Alles ist politisch!

Investition Opernball

Am 28.2. findet wieder der Opernball statt. Der Eintritt kostet 315.- - ein Lehrling im Kleidermachergewerbe muss dafür ein Monatsgehalt hinblättern. In Wien kriegt man dafür fast eine Jahreskarte der Öffis. Wer zusätzlich 23.600.- locker macht, kann in einer Rangloge Hof halten (Konsumtion noch nicht einberechnet). Auch wenn sich die aktuelle Regierung eher zurückhält mit der Teilnahme und sich bescheiden gibt, so sind ihre Hintermänner (und -Frauen) aus der Wirtschaft doch vertreten. In den Logen werden Pläne gewälzt. Denn bei solchen Bällen geht es weniger ums Tanzen, sondern ums Netzwerken. Und die Ergebnisse dieser Netzwerke der Reichen und Mächtigen sehen wir dann in den Regierungsvorschlägen. Z.B. Bei Steuererleichterungen für Unternehmen – die sie dann wieder in exklusive Ballkarten investieren.

 

Trotzki

Aktuell findet man auf Netflix die russische Serie „Trotzki“. Wer sie länger als 10 Minuten aushält, sieht sich mit sexistischer und antisemitischer Geschichtsfälschung konfrontiert. Anlässlich des 100. Jahrestages der Russischen Revolution war es den Herrschenden offensichtlich wichtig, den Revolutionär möglichst negativ darzustellen. Was auch etwas darüber sagt, wie sehr sie sich vor sozialistischen Ideen fürchten...

 

Essen verboten!

Das Speisen von Nusskipferln & Co. ist in Wiens U-Bahnen nicht mehr erlaubt. Danken darf man der zuständigen SPÖ-Stadträtin Sima. Im Sommer verteilte sie Deos an Fahrgäste der U6, wohl weil die Prolet*innen alle so stinken. Das Essverbot hält sie für nötig, weil arbeitende Menschen angeblich keine Manieren haben. Sima gab Anfang des Jahres der FPÖ-nahen Zeitung „alles Roger“ ein Interview. So wird rot-blau vorbereitet.

 

Lauda wird 70

Bekannt wurde er als Rennfahrer. Wie er sich nach dem Unfall 1976 zurückkämpfte, mit entstelltem Gesicht in die Öffentlichkeit trat und den Titel im selben Jahr nur knapp verpasste. Das hat ihm zu Recht viel Anerkennung gebracht. Bekannt ist er auch als beinharter Manager. Lauda ist auch eine neoliberale Speerspitze: Gegen Arbeitsschutz, Löhne und Gewerkschaftsrechte. Dafür hat er die Bewunderung der Reichen.

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr