A month of pride. Monat des Stolzes

Oliver Giel

Im Monat Juni sind überall auf der Welt Homo- und Bisexuelle, Trans* und Interpersonen in „Pride“-Demonstrationen und -Feiern für ihre Rechte und mit Stolz auf ihre Orientierung und Identität auf die Straße gegangen. Die SLP beteiligte sich zusammen mit der sozialistisch-feministischen Kampagne „Nicht mit mir“ an vier Pride-Paraden, um gegen die Spaltung und Diskriminierung, gegen Heterosexismus und Kapitalismus, gegen die reaktionäre Regierung und für einen Sozialismus einzutreten, in dem jede/r ohne Angst anders sein kann.

Der Monat begann kämpferisch: Am 2. Juni, nachdem zuvor drei Stunden lang erfolgreich die Verteilung von Propagandamaterial der faschistischen Identitären verhindert worden war, demonstrierten in Salzburg AktivistInnen der SLP gemeinsam mit rund 150 anderen anlässlich des jährlichen Internationalen Tags gegen Homo-, Inter- & Transphobie beim Walk4Idahit.

In Wien marschiert ein Bündnis christlich-fundamentalistischer und rechtsextremer Gruppen jährlich mit dem „Marsch für die Familie“ gegen die Vienna Pride (dieses Jahr 16. Juni), gegen das Recht der Frauen auf körperliche Selbstbestimmung und die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben. Hier organisierte „Nicht Mit Mir“ zusammen mit der SLP einen Gegenprotest. „Das wird auch Zeit“, meinte eine Wiener Seniorin zu der Forderung nach gleichen Rechte für Schwule und Lesben. Über 100 Menschen nahmen an der Kundgebung und am anschließenden lautstarken Protest teil. Die neuerdings verschärfte Gesetzeslage machte es jedoch nicht möglich, die Fundis direkt zu konfrontieren.

Graz sah seine 5. CSD-Parade mit 3.000 Leuten am 23. Juni. Unter den Slogans „QUEERstellen gegen Kapitalismus“ und „CSD was a riot – let’s do it again“ beteilgten sich Aufbruch und SLP Graz an der Parade, auch um auf das Verhältnis von Homophobie und Kapitalismus hinzuweisen und die reaktionäre Familienpolitik der Regierung anzugreifen.

Am 30. Juni bildete die Pride in Linz, die von der SLP selbst mitorganisiert wurde, mit der Verbindung von queerem Feminismus und sozialen Forderungen wie der Ablehnung des 12-Stunden-Tages den Abschluss des Pride-Monats. Mit 2.000 vor allem jungen queeren Leuten hat sich die Zahl der Teilnehmenden des letzten Jahres vervierfacht.

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