5 Gründe warum die UNO kein Friedensprojekt ist

Stefan Brandl

Undemokratische Zusammensetzung. Die UNO besteht mittlerweile aus 193 Mitgliedern in der Generalversammlung. Mitspracherecht (und gegenseitiges Vetorecht) haben seit der Gründung 1945 aber nur die fünf ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates (China, Frankreich, Großbritannien, Russland, USA). Demokratische Entscheidungen gibt es nicht.

Kriegsmandate. Entgegen der Meinung, dass die UNO ein Friendensprojekt ist, sind schon seit den 1950er Jahren Mandate für militärische Einsätze (Koreakrieg, drei Golfkriege, Ex-Jugoslawien, …) erteilt worden. Diese Interventionen richten sich nach den Interessen (z.B. Öl) der Großmächte des Sicherheitsrates.

Auslöser von Ungleichheit. Institutionen wie der IWF oder die WTO sind eng mit der UNO verwoben und sorgen maßgeblich für wirtschaftliche Ungleichheit, Armut und Ausbeutung. Dabei werden Umweltfaktoren wie Tierschutz oder Reinhaltung der Luft als „Handelshemmnisse“ eingestuft.

Ablenkung und Illusionen. Nebenorgane der UNO wie das Kinderhilfswerk (UNICEF) oder UNO-Botschafter*innen kritisieren Armut, Frauenunterdrückung oder Umweltzerstörung – Missstände, an denen die UNO Mitschuld trägt. So wird ein kritisches Mäntelchen umgehängt, um Menschen vom wirklichen Kampf gegen die Ungerechtigkeit abzuhalten!

Institution des Kapitalismus. Die UNO ist eine Organisation, wo die Herrschenden versuchen, ihre Profit- und Machtinteressen international abzustimmen. Es wird versucht, eine Rechtfertigung zu schaffen und sich moralisch zu legitimieren. Kriege werden so nicht verhindert. Frieden kann so nie geschaffen werden.

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