„Was bedeuten Schwarz und Blau? – Rassismus und Sozialabbau!“

Philipp Chmel

Der Widerstand gegen Schwarz-Blau gewinnt zunehmend an Dynamik. Bereits am 4. und 5. Dezember demonstrierten in Linz einmal 2.000 und einmal 4.000 Menschen gegen das brutale Sparpaket der schwarz-blauen Landesregierung.

Rund um den 18.12., den Tag der Angelobung von Schwarz-Blau, gab es in ganz Österreich laute Proteste: 2.000 demonstrierten in Innsbruck und 500 in Salzburg, zwei Tage davor ebenfalls 700 in Graz. In Wien beteiligten sich 6.000-10.000 an den Mobilisierungen. Die Groß-Demonstration am 13.1. sprengte dann alle Erwartungen: Bis zu 70.000 kamen, um gegen die sexistische, rassistische Politik der Reichen zu demonstrieren. Die letzten Gruppen konnten am Westbahnhof erst losgehen, als die ersten bereits am Heldenplatz ankamen - die gesamte MaHü war Widerstand! Das war die größte Demonstration seit langem und ist ein starkes Signal. Aber um wirklich etwas zu verändern, bedarf es mehr.

Deswegen veranstaltete die SLP schon am 6.12. eine Widerstands-Werkstatt in Wien, zu der auch TeilnehmerInnen aus Linz und Eisenstadt kamen und über weitere Schritte für den Widerstand diskutierten. Deswegen unterstützen wir neugegründete Basisinitiativen wie #lernegerne oder die Initiative Kritischer Lehramtsstudierender (IKL). Und deswegen boten wir genau diesen Initiativen mit unserem Lautsprecherwagen eine Plattform auf der Großdemonstration. VertreterInnen der verschiedenen Gruppen hielten Reden, machten klar was Schwarz-Blau für ihre Bereiche wirklich bedeutet und - noch viel wichtiger – zeigten, wie Widerstand in der Praxis geht: sich zusammenschließen und aktiv werden! Gemeinsam mit BasisaktivistInnen und Initiativen formierten wir einen lauten, kämpferischen Block am 13.1.

Unsere Strategie überzeugt immer mehr Menschen. Auf der Demo verteilten wir fast 5.000 Flyer mit einem 6-Punkte-Plan zum Sturz der Regierung, verkauften über 100 Zeitungen und unzählige Buttons. 56 Interessierte haben sich an diesem Tag auf unseren Listen zum Aktivwerden eingetragen - und eine Person ist offiziell beigetreten.

Wir wollen Leuten zeigen, dass es möglich ist, selbst Widerstand zu leisten, egal in welchem Rahmen. Wir versuchen, Leute dazu zu motivieren, sich zu vernetzen und zu organisieren. Nur zusammen können wir etwas erreichen!

 

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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