„Noch aktiv, weil die Welt noch ungerechter geworden ist.“

Albert Kropf, 47, Lehrer in Wien

1992/93 bin ich in Linz politisch aktiv geworden. Der Gewerkschaft bin ich als Jugendvertrauensrat in der Lehre beigetreten, der SPÖ noch als „Sozialistischer Partei Österreichs“. Die KPÖ hatte wegen des Stalinismus wenig Anziehungskraft. Die 90er Jahre waren geprägt von Sozialabbau und Zerschlagung der Verstaatlichten mit zunehmender Arbeitslosigkeit. Die SPÖ war im Lager des Neoliberalismus angekommen, die Gewerkschaft hielt die Menschen still – auf diesem Boden keimte der Aufstieg der FPÖ unter Haider. Der absehbare EU-Beitritt und das „Ausländer-Raus“-Volksbegehren der FPÖ beschleunigten meine Politisierung.

Schließlich fand ich meine politische Heimat im Vorwärts, der heutigen SLP. Viel Zeit ist seit damals vergangen und ich stelle mir selbst manchmal die Frage, warum ich noch immer aktiv bin. Eigentlich ist die Antwort einfach: Weil auch 2018 die Welt noch ungerecht ist, weil Menschen an den Grenzen Europas sterben, weil der ÖGB noch immer keine Gegenwehr organisiert, weil die Zukunft von Kindern von ihrer Herkunft abhängt und noch vieles mehr. Darum bin ich auch 2018 noch in der SLP aktiv!

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr