Vorwärts 301 - April 2022

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Artikel in dieser Ausgabe:

06.09.2022

Für die Bolschewiki war im 1. Weltkrieg klar, dass die Arbeiter*innenklasse die Kosten des Krieges zahlen musste: Durch Hunger, Armut und Not zu Hause und durch ihre Leben an der Front. Diesen Zusammenhang fassten die Bolschewiki in ihrer zentralen Parole “Frieden, Land, Brot” zusammen. Sie machten klar, dass der Kampf um Frieden direkt mit einem Kampf um ein gutes Leben und dem Sturz des Zarismus zusammenhängt.

06.09.2022

Viele fragen sich momentan, warum dieser Krieg begonnen hat und wie wir ihn beenden können - die Antworten auf diese Fragen werden beim Betrachten der zugrundeliegenden gesellschaftlichen Systeme plötzlich viel deutlicher.

06.09.2022

„Jetzt stehen wir vor der ehernen Tatsache des Krieges.“, erklärte Hugo Haase, Parteivorsitzender der SPD, am 4. August 1914 vor dem deutschen Parlament: „Für unser Volk und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem Sieg des russischen Despotismus, der sich mit dem Blute der Besten des eigenen Volkes befleckt hat, viel, wenn nicht alles auf dem Spiel. Es gilt diese Gefahr abzuwehren, die Kultur und die Unabhängigkeit unseres eigenen Landes sicherzustellen. […] Von diesen Grundsätzen geleitet, bewilligen wir die geforderten Kriegskredite.“

06.09.2022

2018 betrug das globale Militärbudget 1,82 Billionen US-Dollar – also fließt jeder 47. weltweit ausgegebene Dollar ins Militär.

Obwohl es wenig genaue Zahlen gibt, sind Militär- und Rüstungsindustrie ein riesiger Faktor beim CO² Ausstoß. Einige Forscher*innen halten die US-Armee für den größten Einzelemittenten der Welt, die mehr CO² produziert als Industrieländer wie Schweden. Allein der Irakkrieg hat einen geschätzten CO² Ausstoß im Umfang von 25 Millionen Autos jährlich auf den Straßen der USA.

06.09.2022

Seit Februar erreichen uns täglich neue bedrückende Nachrichten über das Leiden der ukrainischen Bevölkerung durch den Angriffskrieg des Putin-Regimes. Es ist die größte kriegerische Auseinandersetzung in Europa seit langem. Die Überraschung bürgerlicher Kommentator*innen darüber, dass Krieg mitten in Europa nach 1945 überhaupt möglich ist, offenbart jedoch ihre eigene zynische Ignoranz.

30.04.2022

Am 7. April ist der internationale Tag gegen die Kommerzialisierung der Gesundheit. Wie stark Gesundheit zur Ware geworden ist, sehen wir täglich. Spitäler müssen „wirtschaftlich“ arbeiten, Pflegepersonal ist ein „Kostenfaktor“. Wer eine Operation braucht, hat die Wahl zwischen monatelangem Warten oder teurem Privattermin.

29.04.2022

In Geschichtsbüchern wird als Ursache für den Krieg das Attentat auf den österreichischen Thronfolger und dessen Frau genannt. Doch kann ein Attentat eine solche nie dagewesene Barbarei verursachen? Um die Ursache des Krieges analysieren zu können, müssen die damaligen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen berücksichtigt werden. Schon vor mehr als 100 Jahren ist der Kapitalismus auf seiner höchsten Stufe angelangt, dem Imperialismus. Nun versuchten Großmächte, ihre Einflussgebiete zu erweitern bzw. zu erhalten, was zu dieser Zeit bedeutet: Auf Kosten anderer Staaten.

28.04.2022

Schon vor Corona stauten sich international in den verschiedenen Bildungssystemen massive Probleme auf. Egal welches Land – die Situation ist für die Beschäftigten ähnlich trist. Unterfinanzierung, unsichere Jobs, übermäßige administrative Arbeit außerhalb des Unterrichts und allgemein miese Arbeitsbedingungen gehören zum Alltag. Die Coronakrise hat die Probleme für alle sichtbar gemacht und nochmals verschärft. Doch anstatt zu reagieren, taten die Politiker*innen weltweit nichts. Einerseits wurde den Lehrkräften erklärt, wie wichtig sie nicht wären.

27.04.2022

Message Control, Inseratenvergaben und Umfragenaffäre zeigen: Die Regel „Geld ist Macht“ gilt besonders für die Medien. 2020 flossen rund 67 Mio. Euro von der Regierung zu den Medien, also mehr als doppelt so viel wie sie 2021 für Frauen und Gewaltschutz bereitstellte. Die Hälfte macht die völlig intransparente Vergabe von Inseraten aus, womit Medienhäuser direkt für politisch gewünschte Berichterstattung bezahlt werden; Kurz hat das nicht erfunden, aber intensiviert. So bekamen Kronen-Zeitung und „Österreich“ mit 27,2 Mio. Euro mit Abstand am meisten.

27.04.2022

Die Reportage „Wie Linke in Österreich ukrainischen Flüchtlingen helfen“ von standpunkt.press hebt auch die Arbeit der SLP hervor: “Sie sammelt jetzt in Österreich Spenden für Antikriegsproteste von Sozialist*innen und Gewerkschafter*innen in Russland, mit denen die Partei in Kontakt steht.”

Jetzt spenden unter: IBAN: AT25 6000 0000 0881 2733/ BIC: OPSKATWW/ Verwendungszweck „Antikrieg in Russland“

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