Vorwärts 301 - April 2022

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Artikel in dieser Ausgabe:

30.04.2022

Am 7. April ist der internationale Tag gegen die Kommerzialisierung der Gesundheit. Wie stark Gesundheit zur Ware geworden ist, sehen wir täglich. Spitäler müssen „wirtschaftlich“ arbeiten, Pflegepersonal ist ein „Kostenfaktor“. Wer eine Operation braucht, hat die Wahl zwischen monatelangem Warten oder teurem Privattermin.

29.04.2022

In Geschichtsbüchern wird als Ursache für den Krieg das Attentat auf den österreichischen Thronfolger und dessen Frau genannt. Doch kann ein Attentat eine solche nie dagewesene Barbarei verursachen? Um die Ursache des Krieges analysieren zu können, müssen die damaligen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedingungen berücksichtigt werden. Schon vor mehr als 100 Jahren ist der Kapitalismus auf seiner höchsten Stufe angelangt, dem Imperialismus. Nun versuchten Großmächte, ihre Einflussgebiete zu erweitern bzw. zu erhalten, was zu dieser Zeit bedeutet: Auf Kosten anderer Staaten.

28.04.2022

Schon vor Corona stauten sich international in den verschiedenen Bildungssystemen massive Probleme auf. Egal welches Land – die Situation ist für die Beschäftigten ähnlich trist. Unterfinanzierung, unsichere Jobs, übermäßige administrative Arbeit außerhalb des Unterrichts und allgemein miese Arbeitsbedingungen gehören zum Alltag. Die Coronakrise hat die Probleme für alle sichtbar gemacht und nochmals verschärft. Doch anstatt zu reagieren, taten die Politiker*innen weltweit nichts. Einerseits wurde den Lehrkräften erklärt, wie wichtig sie nicht wären.

27.04.2022

Message Control, Inseratenvergaben und Umfragenaffäre zeigen: Die Regel „Geld ist Macht“ gilt besonders für die Medien. 2020 flossen rund 67 Mio. Euro von der Regierung zu den Medien, also mehr als doppelt so viel wie sie 2021 für Frauen und Gewaltschutz bereitstellte. Die Hälfte macht die völlig intransparente Vergabe von Inseraten aus, womit Medienhäuser direkt für politisch gewünschte Berichterstattung bezahlt werden; Kurz hat das nicht erfunden, aber intensiviert. So bekamen Kronen-Zeitung und „Österreich“ mit 27,2 Mio. Euro mit Abstand am meisten.

27.04.2022

Die Reportage „Wie Linke in Österreich ukrainischen Flüchtlingen helfen“ von standpunkt.press hebt auch die Arbeit der SLP hervor: “Sie sammelt jetzt in Österreich Spenden für Antikriegsproteste von Sozialist*innen und Gewerkschafter*innen in Russland, mit denen die Partei in Kontakt steht.”

Jetzt spenden unter: IBAN: AT25 6000 0000 0881 2733/ BIC: OPSKATWW/ Verwendungszweck „Antikrieg in Russland“

27.04.2022

Am 6.3. luden Kosmos Theater, Schauspielhaus Wien und „Sozial, aber nicht blöd“ zu einer einzigartigen Veranstaltung: Aktivist*innen der Berliner Krankenhausbewegung trafen auf Beschäftigte des Gesundheitswesens aus Wien und Umgebung. Die Kolleg*innen von Vivantes berichteten wie ein Streik konkret organisiert werden kann. Die SLP war mit mehreren Betriebsrät*innen und Beschäftigten aus dem Pflege- und Sozialbereich dabei – und mit unserer Streikbroschüre, die auf reges Interesse stieß sowie der Einladung zum Schulstreik am 8.3..

27.04.2022

Am 21. März rief die Gewerkschaft younion unter #wirbelmachen österreichweit zu Kundgebungen auf – es ging um die unerträglichen Arbeitsbedingungen in Kleinkindergruppen, Kindergärten und Horten. SLP-Aktivist*innen nahmen an den Kundgebungen in Wien, Linz und Salzburg teil. Alle Protesten waren kleiner als im Herbst 2021, in Linz und Salzburg sehr klein, in Wien spürte man die Enttäuschung darüber, dass schon wieder getrennt von den Kolleg*innen in den privaten Kindergärten protestiert wurde.

27.04.2022
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Zum 1. Mal fand in Wien am Frauentag ein Schulstreik statt. Über 150 Schüler*innen versammelten sich am Platz der Menschenrechte. In Reden wurde klargemacht, um was es geht: Protest gegen Krieg, gegen Sexismus an Schulen, Streiken für bessere Bedingungen im Sozialbereich, Kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung, Abschaffung des Systems, aus dem Gewalt gegen Frauen hervorgeht. Die Kundgebung wurde weiter zum Ballhausplatz geführt, wo gleichzeitig die Angelobung des neuen Gesundheitsministers stattfand, von dem lautstark “Mehr Personal in Pflege und Spital” gefordert wurde.