Vorwärts 234 - Dezember 2014/Jänner 2015

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Artikel in dieser Ausgabe:

06.12.2014

Es werden ein paar VorzeigemigrantInnen präsentiert, die „stolz“ auf Österreich sind. So wird die tägliche Diskriminierung geleugnet und die Schuld an sozialer Misere auf Betroffene abgewälzt. 1,2 Millionen Menschen sind von Armut betroffen, Wohnen ist für immer mehr Menschen unleistbar; über 400.000 Menschen sind ohne Job. Den Betroffenen – „ÖsterreicherInnen“ und MigrantInnen – wird vermittelt, sie seien selbst schuld. Im Fall von MigrantInnen, weil sie sich nicht „integrieren“ würden.

06.12.2014

Aus Österreich gehen Jugendliche für den IS kämpfen: 74% von ihnen haben keinen Schulabschluss, 94% keine abgeschlossene Berufsausbildung, die meisten waren arbeitslos. Kampf gegen Fundamentalismus und für Integration braucht daher die Organisierung von allen, die von der sozialen Misere betroffen sind – egal welcher Herkunft und Religion. Die abgehobene Gewerkschaftsführung ignoriert das weitgehend. Jobs, Wohnung und Bildung für Alle, unabhängig von Herkunft, Aufenthaltsstatus oder Religion sind nötig, um wirkliche Integration herzustellen.

06.12.2014

Das neue Islamgesetz stellt mit schwammigen Formulierungen MuslimInnen unter Generalverdacht und behandelt den Islam anders als andere Religionen. Fundamentalismus kann aber nicht mit Überwachung und Repression verhindert werden. FundamentalistInnen gibt es in allen Religionen, er ist meist das Produkt von Diskriminierung und sozialen Problemen. Es muss z.B. massiv in das öffentliche Bildungswesen investiert werden und Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung Allen kostenfrei möglich sein. Staat und Religion sind endlich zu trennen.

04.12.2014

Jeden Tag neue Vorschläge, wie uns das Geld gestohlen, den Reichen aber gegeben wird. Wir sollen
bis zu 12 Stunden pro Tag arbeiten. Das Pensionsalter soll automatisch an die Lebenserwartung
angepasst werden – ein besonders ekelhafter Vorschlag, denn Reiche werden älter, Arme sterben
früher. Arbeitslosen soll „mehr zugemutet“ werden. Als ob ein einziger Job dadurch geschaffen
würde, wenn man noch weiter pendeln muss. Auch wenn ältere Beschäftigte leichter gekündigt
werden dürfen entsteht dadurch kein Arbeitsplatz. Auf jede offene Stelle kommen weit mehr als

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Nachrichten aus dem Quarantäne-Kapitalismus

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25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr