Ulrichsberg: Neuerliche Verharmlosung der Waffen-SS

Bei der "Traditionsveranstaltung" am Ulrichsberg nahmen auch heuer wieder Vertreter verschiedener politischer Parteien teil.

Der Präsident der Ulrichsberg-Gemeinschaft und frühere stellvertretende SP-Landeshauptmann Gallob erklärte, dass zwischen Mitgliedern der Waffen-SS und der Totenkopfverbände unterschieden werden müsse. Die Mitglieder der Waffen-SS seien im Gegensatz zu jenen der Totenkopfverbände "Soldaten gewesen".

Tatsächlich war auch die Waffen-SS eine kriminelle Organisation. Die "Enzyklopädie des Holocaust" (Bd. III, S: 1363 ff.) beschreibt den

Einsatz der Totenkopfverbände als KZ/KL-Wachverbände als Ursprung der Waffen-SS. Im Zuge ihrer Ausdehnung auf fast 800.000 Personen (1945) war sie sowohl als "Schutz" gegen Unruhen und Aufstände, sowie als Garant der Vormachtstellung der SS in einer etwaigen Nachkriegsordnung vorgesehen.

Nicht nur Teile der berüchtigten "Einsatzgruppen" rekrutierten sich aus ihr; auch die Einheiten der Waffen-SS selbst begingen zahllose Morde. In Nürnberg wurde die gesamte SS zur kriminellen Organisation erklärt; auch Angehörige der Waffen-SS gelten/galten demnach zunächst apriori als Kriminelle.

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