Rote Seitenblicke: Nachwuchsprobleme in der SPÖ

Peter Gründler

Zwei Jungstars der SPÖ verlassen die Spitzenpolitik: Moitzi, Vorsitzender der SJ und Rudas, „die Laura“. Er, nachdem es mit bei der Nationalratswahl nichts wurde, Richtung Privatwirtschaft. Sie geht in die USA Management studieren. Die SPÖ hat scheinbar nicht einmal jungen KarrieristInnen Interessantes zu bieten.

Vor allem aber junge Linke, die innerparteilich Veränderungen erreichen wollen, haben schon lange keine Chance, in diesen Bunker einzudringen: z.B. trat Blaha, ÖH-Vorsitzende, 2007 gemeinsam mit der VSStÖ-Chefin Kuba aus der SPÖ aus, nachdem Gusenbauer sein Wahlversprechen gebrochen hatte.

Aktuell wird eine mögliche Nachfolgerin von Moitzi, Julia Herr, von Heinisch-Hosek rüde vom Podium gebeten. Die junge Nationalrätin Holzinger stimmt entgegen dem Klubzwang für einen U-Ausschuss. Ihr Mandat wird sie wohl nicht lange haben, wenn sie sich weiter aus dem Fenster lehnt. Wem der Linkes-Feigenblatt-Status nicht genug ist, scheidet aus.

Nicht wirklich ausgeschieden sind Rudas und Moitzi: Sie wären nicht die ersten, die bei nächster Gelegenheit (noch) angepasster wieder in Erscheinung treten. „Laura Neu“? Wenn nicht das, so werden die gesponnenen Netze ihnen sicher ein sorgloses Auskommen verschaffen.
Klar ist: Die SPÖ ist eine zutiefst bürgerliche Partei, in der selbst in Spuren linke Ideen nicht diskussionsfähig sind und die bei Arbeitskämpfen und Protesten auf Seiten von Arbeitgebern und Regierung steht. Eine neue ArbeiterInnen-Partei ist dringend nötig!

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