Mehr Geld für Gesundheit, Bildung & Soziales

Gerade Systemerhalter*innen können sich dieses System schon lang nicht mehr leisten!
Christoph Glanninger

Die Corona-Krise ist eine massive Belastung für alle, aber besonders für die Beschäftigten im Gesundheits-, Sozial- und Bildungsbereich. Die Kolleg*innen haben ihre Gesundheit riskiert und unter massiv verschärften Bedingungen gearbeitet. Aber obwohl die Regierung Milliardenpakete geschnürt hat, gibt es keinerlei nennenswerte Verbesserungen für die Beschäftigten, die im Frühjahr beklatscht wurden. Die Stadt Wien richtet einen Ausbildungsfond für Pflegeberufe ein. Das ist Ausdruck der objektiven Notwendigkeit und eines massiven gesellschaftlichen Drucks. Und doch bleibt das weit hinter den Notwendigkeiten zurück, die Arbeitsbedingungen bleiben eine Katastrophe. Bei Debatten wie zur Pflegelehre sehen wir, dass die Regierung, wenn überhaupt, den Mehrbedarf durch Entqualifizierung und schlechtere Bezahlung, bzw. Mehrbelastung lösen will. Ob es bei begrenzten symbolischen Maßnahmen bleibt und die Krise wieder auf dem Rücken der Betroffenen abgeladen wird, hängt davon ab, wie stark und organisiert der Druck von unten ist - das Potential ist groß. Denn während die Regierung die Forderungen der Beschäftigten ignoriert, ist die gesamtgesellschaftliche Solidarität enorm angestiegen. Das und die wachsende Selbstorganisierung von Beschäftigten ist die Basis, um nachhaltige Verbesserungen zu erkämpfen. Die Gewerkschaftsführung beschränkt sich auf Online-Kampagnen und symbolische Aktionen und versagt völlig darin, einen echten Kampf um Verbesserungen zu organisieren. Dafür gehen Pflegeschüler*innen und angehende Ärzt*innen auf die Straße und entlädt sich Wut und Verzweiflung der Systemerhalter*innen im Internet. Schon in den letzten Jahren haben Kolleg*innen zahlreiche Initiativen gegründet. Die Basisinitiative im Gesundheits- und Sozialbereich “Wir sind sozial aber nicht blöd” startet eine Kampagne, in der endlich ein echter gewerkschaftlicher Kampf für Verbesserungen gefordert wird. Als SLP unterstützen wir das und zeigen auf, wo die nötigen Milliarden zu finden sind: Auf den Konten der Superreichen und Konzerne! Die SLP fordert:• Milliarden für Gesundheit, Bildung & Soziales: Finanziert aus den Vermögen von Superreichen & Konzernen• Aufbau & Vernetzung kämpferischer Basisstrukturen: Auch um die Gewerkschaftsführung zur Aktion zu drängen

 

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25.03.2020

Die Coronoa-Krise trifft alle, aber nicht alle gleich  Aktuell rücken die Lebens- und Arbeitsrealitäten von uns allen näher zusammen. WAS wir konkret für einen Job machen ist gerade...mehr