GOT: Königshäuser und Erbfolgekriege

Brettros

Im April startet die neue Staffel von Game of Thrones. GOT ist Fantasy, gibt aber interessante Einblicke in die Funktionsweisen von Feudalismus und Klassengesellschaft. Frauen werden auf ihre Fähigkeit reduziert, Kinder zu gebären. Sie werden nach Belieben verheiratet und erfahren immer wieder Gewalt. Eine realistische Darstellung der Entwicklung von Klassengesellschaften: Die Produktion eines gesellschaftlichen Mehrprodukts führte zu einer Klasse von Reichen, für die es wichtig ist, den Besitz in der Familie zu behalten. Das Verlangen nach der Kontrolle über die weibliche Sexualität, gegen das wir noch heute kämpfen, wurzelt in der Notwendigkeit klarer Erbfolgen.

Die vielleicht interessanteste Figur ist Danaerys Targaeryen, Tochter eines früheren Königs. Sie lebt im Exil. Sie hat eine Armee aufgebaut, die den eisernen Thron bedrohen könnte. In einer der dramatischsten Szenen der letzten Staffel startete sie eine Sklavenrevolte und wird nun von den Armen und Ausgebeuteten verehrt. Diese sind mehr Randfiguren dieser Goldenen Revue im mittelalterlichen Setting. Wird sie ihre egalitäre Vision in einer aristokratischen Gesellschaft verwirklichen können? Und wird sie das als edle Adelige stellvertretend fürs Fußvolk tun?

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