Film: Die „Kriegerin“ verharmlost

Gekürzte Version eines Artikels aus .megafon - sozialistische Jugendzeitung

Marisa und Svenja hatten eine schwere Kindheit. Dem Film nach reicht das, um Nazi zu werden. Politische Gründe für Rassismus gibt es nicht. Der Film vermittelt das Bild, ein „schlechtes Umfeld“ ist die Ursache und dass „Nazis nur doof“ sind. Von den Medien als brillante Milieustudie gefeiert, wird dieser Film wohl Einzug in Schulen finden. Aber Nazis sind nicht blöd, sondern diskutieren in Kameradschaften, lesen politische Texte und haben Strategien. Nazis sind nicht nur physisch, sondern auch politisch gefährlich, weil sie ihre Hetze mit pseudosozialen Forderungen verbinden. Im Film heißt es: „In einer Demokratie sind alle gleich. Es gibt kein Oben und kein Unten. In einer Demokratie kann jeder Mitbestimmen“. Weltfremder geht’s nicht mehr. Während Leute in einem der „reichsten“ Länder der Welt in Armut und Zwangsarbeit landen, werden Billionen in Banken gesteckt, um Profite zu sichern. Superreiche diktieren der Politik, was sie zu tun hat, und wie wir für deren Krisen zu zahlen haben. „Kriegerin“ startet am 24.2. in Österreichs Kinos. Wir empfehlen echtes antifaschistisches Engagement statt eines Kinobesuchs.

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