Die Sozialistische LinksPartei im April 2006

“Weil man allein nicht viel verändern kann...”

Der April begann mit den erfolgreichen Sozialismustagen der SLP. Knapp hundert TeilnehmerInnen aus Österreich und internationale Gäste aus Polen, Deutschland, Nord-Irland sowie der Türkei diskutierten aktuelle, grundsätzliche und internationale Themen. Der Bawag/ÖGB-Skandal, die Frage “Wem nützt der Krieg gegen den Terror” und die Debatte rund um eine neue Partei von ArbeiterInnen und Jugendlichen standen im Zentrum. Die Sozialismustage waren auch für Einige der Anlass, der SLP beizutreten. Helene erklärt: “Ich wollte mich einfach politisch engagieren, damit ich auch aktiv etwas gegen die Missstände in unserer Gesellschaft tun kann, aber auch um mit Leuten regelmäßig in der Ortsgruppe über tagespolitische Themen zu diskutieren. Irgendwann muss man ja lernen, seine eigene Meinung auch verständlich rüber zu bringen.” Und Nadine bringt die Notwendigkeit der SLP auf den Punkt: “Weil man allein nicht viel verändern kann, in einer Gruppe jedoch schon. Der Kapitalismus hat schon viel zu viel Schaden angerichtet; es ist Zeit für eine sozialistische Welt!”

ÖGB-Krise

Der Diskussion folgten Taten.  SLP-Mitglieder waren bei den Betriebsversammlungen von ÖGB- und Bawag-Beschäftigten aktiv. Es ist notwendig, die Angriffe der Bürgerlichen auf die Gewerkschaft zurückzuweisen. Aber die Gewerkschaftsbewegung kann nur effektiv verteidigt werden, wenn sie verändert wird. Dafür ist die SLP unter dem Motto “1.300.000 Mitglieder müssen entscheiden” öffentlich eingetreten. Nora, die sich nach reiflicher Überlegung entschlossen hat, der SLP beizutreten war u.a. bei der von der SLP initierten Aktion vor dem ÖGB-Bundesvorstand dabei. Sie erklärt “Ich bin der SLP beigetreten, weil mir die Erfahrung gezeigt hat, dass ich der Ohnmacht angesichts der Unmenschlichkeit unseres Wirtschaftssystems nur durch politisches Engagement entgegen wirken, und die Isolierung als Einzelkämpferin nur durch politische Organisierung aufbrechen kann. Ich will einfach nicht länger zu Sozialabbau bei gleichzeitigen Steuergeschenken an Unternehmen, imperialistischen Kriegen, oder der Tatsache, dass jeden Tag 100 000 Menschen elend verhungern, weil sie aufgrund von wirtschaftlichen Interessen unterdrückt werden, schweigen, denn Schweigen lähmt mich nur. Ich will meine Wut positiv nutzen und sie in Engagement für eine sozialistische Gesellschaft umwandeln - für eine Gesellschaft, in der nicht eine Elite, der ihre Aktienkurse wichtiger als Menschenwürde und -leben sind, über die Mehrheit bestimmt, sondern die Mehrheit der arbeitenden Menschen selbst demokratisch die gesellschaftlichen Entscheidungen trifft.
Die SLP bietet mir dafür ein internationales solidarisches Netzwerk und die Möglichkeit, meine Kräfte durch gemeinsame Aktionen mit anderen zu bündeln.”  Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen …

Erscheint in Zeitungsausgabe: 

Der Wahnsinn des Kapitalismus

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23.5.2018

Der Wahnsinn des Kapitalismus: Wir arbeiten grad am nächsten Vorwärts, im Schwerpunkt geht es um Imperialismus und die wachsende Kriegsgefahr. Dazu passend verschickt die schwedische Regierung an...mehr