Der rechte Rand: Die Rechten und Russland

Fabian Lehr

Ende Oktober findet in Linz ein rechtsextremer Kongress statt. Da lohnt es sich, auch einen Blick auf die außenpolitischen Ideen der Rechten zu werfen. Weit verbreitet bei Rechtsradikalen in Westeuropa ist die wohlwollende Unterstützung des Putin-Regimes. Dessen nationalistisches, autoritäres, gewerkschaftsfeindliches Regime ist z.B. den Identitären Vorbild auch für die Umgestaltung Westeuropas. Da wundert es nicht, dass Alexander Markovics von "Russia today" als "Experte" herangezogen wurde, die österreichische Bundespräsidentschaftswahlen einem internationalen Publikum zu erklären. Ein markantes weiteres Beispiel in Österreich ist die Verbindung des FPÖ-nahen Stocker Verlages zum von Russland unterstützten "Zentrum für kontinentale Zusammenarbeit" von Jurij Kofner, der mit dem identitären Sohn des Stocker-Verlagschefs kooperiert. Auch Putin-Fan Johannes Hübner von der FPÖ wird noch einigen in Erinnerung sein, etwa dessen Tätigkeit als "Wahlbeobachter" gemeinsam mit Johann Gudenus bei Putins Referendums-Farce zur Annexion der Krim 2014. Oder Straches Teilnahme an einer Konferenz rechter Ultranationalisten in Russland im selben Jahr. Ein weiteres Beispiel: Die Finanzierung von Marine le Pens Front National in Frankreich durch Millionenkredite regierungsnaher russischer Banken. Auch die AfD in Deutschland soll finanzielle Zuwendungen russischer regierungsnaher Organisationen erhalten, und die ideologische Begeisterung zahlreicher AfD-PolitikerInnen für Putins Russland ist ohnehin kein Geheimnis.

 

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