Bekommt Deutschland eine FPÖ?

Die AfD wirbelt die deutsche Politik auf, nicht aber das herrschende System. Hier können wir sie schlagen!
Tilman M. Ruster

Bei allen Wahlen, zu denen die rechtspopulistische „Alternative für Deutschland (AfD)“ derzeit antritt, räumt sie ab. Während die Partei immer weiter nach rechts geht, gelingt es ihr trotzdem, breitere Schichten anzusprechen. Praktisch alle Parteien verlieren an die AfD, besonders stark wird sie aber von bisherigen NichtwählerInnen gewählt. Viele nutzen die Rechtspopulisten, um gegen die etablierten Parteien zu protestieren. Längst nicht alle AfD-WählerInnen sind rassistisch, sondern wollen zeigen, wie wütend sie sind und finden so eine Möglichkeit, die Etablierten zu schocken. Der Schock kommt aber nur bei den Parteien der Reichen an, nicht bei den Reichen selber: Die AfD, eine Partei gegen Reichensteuer und für Atomkraft, lenkt die an sich berechtigte Wut über die abgehobenen Parteien und ihre Politik auf „die Ausländer“.

Wo aber die Linkspartei sich klar von den anderen Parteien abhebt und Angebote für Widerstand auch abseits der Parlamente macht, kann sie die Wut viel besser aufgreifen. In Berlin trat im ArbeiterInnen-Bezirk Neukölln mit Sarah Moayeri eine kämpferische Kandidatin für Die Linke an. Schon mit dem Slogan „Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten“ hob sich ihr Wahlkampf deutlich von dem der in Berlin eher lahmen Linkspartei ab. Ihre Kampagne war deutlich klassenkämpferisch und so gelang es ihr, das Ergebnis der Linken im Bezirk zu verdoppeln und die AfD weit in den Schatten stellen. So lässt sich die AfD stoppen!

 

 

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