300 Menschen in Salzburg gegen die rechte Hetze der FPÖ

Stefan Reifberger

Wieder einmal ist Wahlkampf in Salzburg. Das Klima der letzten Wochen wurde von der Hetze gegen angebliche „Bettlerbanden“ bestimmt. Den Anstoß für die Diskussion lieferte, wie nicht anders zu erwarten, die FPÖ. In der ganzen Stadt hängen Plakate mit dem Spitzenkandidaten Andreas Schöppel und Forderungen nach einem Bettelverbot und verstärkter Polizeipräsenz. Um in den eigenen Reihen Stimmung zu machen hielt die FPÖ am 20. 2. eine Wahlveranstaltung im Stieglkeller ab. Dem Führerkult der FPÖ entsprechend durfte natürlich Parteiobmann HC Strache nicht fehlen. Wie auch bei seinem letzten Besuch in Salzburg traten Strache und seiner Partei einige hundert AntirassistInnen entgegen. Organisiert wurde die Demonstration von der Plattform gegen Rechts. Die SLP war wie auch bei der letzten Anti-Rechts-Demo integraler Bestandteil der Mobilmachung.

Der Demozug ging vom Mirabellgarten über die Staatsbrücke zum Stieglkeller. In den Demosprüchen kam die aufgeheizte Stimmung der letzten Wochen zum Ausdruck. Hyposkandal und Burschenschaften waren beide zentrale Themen der Demonstration. In seiner Rede vor dem Euthanasiedenkmal sprach Lukas Kastner von der SLP auch den sexistischen, antisemitischen und antiziganistischen Charakter der FPÖ an.

Es kristallisierte sich klar heraus, dass die SLP in Salzburg ein immer wichtiger werdender Bestandteil der Bewegung gegen Rechtsextremismus ist. In der Woche vor der Demonstration konnten wir über 3.000 Flyer verteilen. Das ist eine enorme Steigerung im Vergleich zu den 800 Flyern beim letzten Mal. Zwischen 30 und 50 DemonstrantInnen kamen aufgrund unserer Flyeraktionen. Damit konnte ein Großteil der Mitglieder anderer Parteien der Plattform gegen Rechts, die dieses Mal leider nicht gekommen sind, kompensiert werden.